Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang ….

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… umso besser, dass, trotz einiger Bemühungen, die Veröffentlichung des Dokumentarfilms CITIZENFOUR über meinen Helden Edward Snowden zu verhindern, dieser nicht nur von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences zugelassen wurde, sondern auch noch als bester Dokumentarfilm einen Oscar gewann!
Das kann nur ein gutes Zeichen sein! Ich machte mir bereits Sorgen, da viel zu wenig über die aktuellen Ereignisse rund um den Whistleblower No. 1 zu hören oder zu sehen waren! Allein die Nominierung der Doku war schon eine große Freude. Der Goldjunge on Top ist ein echter Meilenstein! Irgendwie hat mich das wieder aufgebaut, denn nach dem Anschlag im Januar auf die Redaktion von Charlie Hebdo ist mir stellenweise die Lust am „Tacheles-Schreiben“ vergangen. Versteht mich nicht falsch, so sehr wichtig nehme ich mich nicht. Doch ein Gefühl der Bedrückung war da. Wir werden alle gecheckt, vor allem die, die ihre Klappe nicht halten wollen. Dieses Attentat hatte etwas in mir verändert. Sonst zu jeder Diskussion in Sachen Aufklärung, Gerechtigkeit, Fairness und vor allem Frieden bereit, wurde ich immer stiller. Zog mich mehr und mehr zurück. War nicht mehr auf Revolution aus und hatte einfach keine Lust mehr, mich mit dem alltäglichen Wahnsinn auseinander zu setzen. Ich fühlte mich blockiert. Überall Manipulation, Korruption und Betrug. Es klingt vielleicht ein wenig bekloppt, aber mir bedeutet diese Auszeichnung eine Menge. Auf eine Art hat sie mich bestärkt. Zumal bin ich mir schon lange sicher, dass Edward Snowden irgendwann eine sehr wichtige, öffentliche Position einnehmen wird. Ed for President?! Ok, das ist derzeit zu weit gedacht für den ein oder anderen. Doch für die, die immer noch und immer wieder Vertrauen in das Gute haben und sich der weltweiten Situation bewusst sind, liegt diese Vermutung nicht allzu weit. In den Zeiten des Rückzugs im tiefsten Allgäuer Winter habe ich viel Musik gehört. Sie ist es, die mich beruhigt und die mir Hoffnung gibt. Nachdem viele Fab-Titel ausgesucht und angehört waren, habe ich wieder angefangen, selbst Musik zu machen. Die beste Entscheidung, die ich seit langem getroffen hatte. Eingeschneit, inmitten traumhafter Natur, blieben mir eh nicht so viele Möglichkeiten. Die Lust am Schreiben war mir – wie schon erwähnt – vergangen. Dort, wo ich mich derzeit aufhalte, schneite es dermaßen heftig, dass weder WLAN noch TV funktionierten. Der Kontakt zur Außenwelt war immer wieder unterbrochen. Irgendwo im Nirgendwo und dennoch ein Ort, den ich gerade um kein Geld in der Welt tauschen möchte. Mein persönliches, kleines Paradies 🙂 Nun, kein Tonstudio um die Ecke (selbst wenn, bei den Schneemassen gab es eh kein Entkommen) konnte nur bedeuten, dass ich mir meine eigene Technik anschaffen musste. Also machte ich mich schlau und bestellte mir alles, was von Nöten war. Als dann endlich alles am Start war, saß ich fortan bis spät in die Nacht nur noch am Rechner. Spielte diverse Stücke ein, zog ein paar coole Karaoke Versionen meiner Lieblingsnummern aus i-Tunes, nahm über youtube ein paar Gesangsstunden zum Refreshen und sang mir die Seele aus meinem traurigen und bedrückten Herzen. Und siehe da,… mir ging es nach und nach wieder besser. Ich hatte so viel Elan, viel zu wenig Schlaf und war dennoch bester Dinge. Natürlich bin ich längst kein Pro mehr, aber was solls!? Mich machte die Musik, meine Musik, nach langer Zeit einmal mehr richtig glücklich! Nicht nur, dass sie mich an die wunderschönen Phasen aus meinem „alten Leben“, das so weit gar nicht zurück liegt, erinnerte. Produktiv sein, etwas für sich selbst zu tun und mit eigener Kraft etwas aus sich heraus zu holen, das war wohl der Punkt. Anzufangen Aufzuhören 🙂 Raus aus dem Winterschlaf, aus der Lethargie, raus aus unschönen Geschichten, die auf der Seele lasten und mitten rein in jede Tonart und damit bis an die eigenen Grenzen gehen. Mutig zu sein, sich wieder ans Mikro zu trauen – welch eine Freude! So gesehen, hatte die unglückliche Zeit über so einiges doch eine gute Wendung genommen. Das Beste aus noch so verzwickten Situationen zu machen, selbst wenn einen die eigene Courage dann und wann verlässt, darum geht es doch! Hinfallen, Aufstehen und Krone richten,… Denn, wer aufgibt, verliert! In diesem Sinne: Rock´n´Roll… Love is the leader, Music makes the people come together and she can save our hearts and souls,… da bin ich mir ganz sicher! Der Frühling kommt bald,….

bis dahin fühlt euch herzlich gegrüßt!
Eure Na, Eve!?