In der Aula war der Dschungel los

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Showabend mit dem Motto: „Let’s Go Wild“

22. Juni 2017 | Hochschule in Worms:

Seit dreißig Jahren gehört der Showabend, der vom Fachbereich Touristik / Verkehrswesen organisiert wird, zum festen Bestandteil des Campuslebens und bereichert ebenfalls das Wormser Eventleben.

Zum Jubiläum entführten die Studenten, bei passenden tropischen Temperaturen in der Aula, mit einem zur Notlandung gezwungenen Flugzeug in den Dschungel. Mit viel Liebe zum Detail vorbereitet, stimmten „Stewardessen“ zu Beginn der Veranstaltung auf humorvolle Weise das Publikum ein, ehe ein auf die Leinwand übertragener Flugsimulator zu ohrenbetäubendem Lärm einen Absturz vortäuschte. Schon war das Publikum mittendrin im Dschungel-Schlamassel. Problem zu Beginn war allerdings, dass das studierende Publikum das Motto des Abends sehr wörtlich nahm. Als sei man auf einem Klassenausflug, wurde in der Aula besonders während der ersten 45 Minuten des Programms laut geschnattert, Papierflieger bewegten sich ziellos über Köpfe hinweg, Platzreservierungen wurden einfach ignoriert und zu guter Letzt beschlossen ein paar ballbegeisterte Studenten, sich die Zeit mit einem aufblasbaren Ball zu vertreiben. Nichts gegen Kommunikation und ausgelassene Stimmung, allerdings wirkte es zuweilen etwas respektlos gegenüber den jungen Leuten, die auf der Bühne versuchten, entweder gegen das Stimmengewirr anzusingen oder zu moderieren. Leider versank in der Unruhe auch die Donald Trump-Satire. Lediglich wenn körperbetonte Acts wie „Pushing Movement“ auftraten, die mit schwindelerregender Akrobatik beeindruckten oder „D-squared“, die durch ein außerordentliches Körpergefühl begeisterten, wurde die Aufmerksamkeit des Publikums Richtung Bühne gelenkt. Musikalisch überzeugte vor allem Bike, der es mit ihrer Cover-Version des Cranberries-Hit „Zombie“ gelang, die Studenten zum Mitsingen zu bewegen.

FAZIT: Abwechslungsreicher Abend, bei dem die Protagonisten auf der Bühne zeitweise etwas mehr Respekt verdient gehabt hätten. Am Ende des schweißtreibenden Abends war man dennoch froh, die saunamäßige Aula gegen eine laue Sommernacht eintauschen zu können.