Je später der Abend, desto jodelnder die Musiker

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Funzel Acoustics 2017 – Tag 2

29. Januar 2017 | Die Funzel in Worms:

Kommen wir zum wunderschönen Sonntag bei den Funzel Acoustics, der traditionell etwas ruhiger und intimer gehalten ist. Zusätzlich wurde die Bühne nach vorne gezogen, so dass alle Musiker die knapp 70 Besucher auch aus der Nähe erblicken konnten.

Den Anfang machte an diesem Abend die Jen. Band, die mit ihrem Special Guest „Lorraine“ sogar eine eigene Vorgruppe hatte. Mit einer freudigen Mischung aus Blues-Rock und Folk erheiterte die vierköpfige Band um die Rheindürkheimer Songwriterin Jenny und die Wormser Musiklegende Tom Bola sichtlich das Publikum. Weiter ging es mit der Gruppe Blümerant, die sich ganz den deutschsprachigen Chansons der 1920er Jahren hingab. Das Duo um die Opernsängerin Nora Weinand und den WO! Dauerpraktikanten Peter Englert überzeugte mit Klassikern wie „Veronika, der Lenz ist da“ oder „Mein kleiner grüner Kaktus“, die mit viel Beifall honoriert wurden. Je später der Abend, desto jodelnder die Musiker. Das trifft in jedem Fall auf die Gloomy Brothers and Sister Ric zu, die mit ihrer amerikanischen Country-Musik die Funzel in ein wahres Bergidyll verwandelten. Vor allem die Songs von Hank Williams haben es der Gruppe um Tom Dreher, Patrick Elliott, Ricarda Martin-Dreher und Robert Maaß besonders angetan, was die Musiker auch immer wieder laut jodelnd zur Geltung brachten. Zum Abschluss gab es dann beste Unterhaltung von Der Schöne und das Biest. Das Duo um Patricia Vierheller und – Überraschung – Robert Maaß widmete sich diesmal den Hymnen der 90er Jahre und übersetzte diese ins Akustische, was ein riesiger Spaß für das Publikum war! Highlight war sicherlich das Paradelied der Doofen „Nimm mich jetzt auch wenn ich stinke“, als die komplette Funzel mit trällerte: „Sagt doch über den Charakter gar nichts aus.“

FAZIT: Folk, deutsche Chansons, Country und Hymnen der 90er sorgten für einen stimmungsreichen Abschluss der diesjährigen Funzel Acoustics!