Na, Beef?!

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Ja, war denn nicht grad Weihnachten?

Liebe Leser,

das Jahr 2017 ist vorbei und 2018 schon mit voller Breitseite wieder da. In manchen Supermärkten stehen bereits die ersten Osterhasen und warten auf ihre Käufer.

2017 war ein zugebenermaßen seltsames Jahr, nicht mal für eine Bundesregierung hat es am Ende irgendwie gelangt und für einen Bundestagshelden war das Jahr von Anfang an sowieso zum Vergessen. Oder wie man auf „Wormserisch“ sagen würde: „Den hawwe se jetzt a am Wickel!“. Immerhin sind 2017 weniger Superstars in die Rock’n’Roll Hall of Heaven aufgenommen worden als 2016. Gut Tom Petty, Malcom Young und Helmut Kohl hat es halt dann doch erwischt…

Wie ich kürzlich lesen durfte, hat die Stadt Worms ihren Haushalt für 2018 verabschiedet und macht dabei 25 Mio. Euro schulden. „Ist das jetzt viel oder wenig?“ werden da einige fragen. Sehen wir es mal so, bei 300 Mio. Euro Gesamtschulden entsprechen 25 Mio. genau 12 entsprechenden Haushaltsjahren. Mit etwas Glück haben wir also 2030 ca. 600 Mio. Euro Schulden, ohne Zinsen versteht sich. Ich bediene mich jetzt an einem Vergleich, den der allseits beliebte Marshmallow-Man aufgestellt hat. Hier die leicht verdrehten Worte von Franz-Josef Strauß:

„Nimmt man allein die Stadtschulden von 300 Mio. Euro und türmt sie Schein für Schein aufeinander, so hat man in 500 Euro Scheinen einen Berg von 66 Metern, in 50 Euro Scheinen einen Berg von 666 Metern. Eine Höhe, in der nur Kampfhubschrauber der Bundeswehr unterwegs sind.“

Dieser Berg übersteigt sogar die Höhe des Obelisken auf dem Ludwigsplatz (28 m) und zwar um mehr als das Dreifache der Höhe des Wormser Sprungturms im Heinrich-Völker-Bad.

„Das reine Papiergewicht dieser Geldmenge beläuft sich auf 600 kg, in 50 Euro Scheinen 6.000 kg, also 6 Tonnen. Und das nur bei der Stadt, ohne die Festspiele, ohne die Verkehrsbetriebe, ohne das Weihnachtseis von Herrn Kissel. In 500 Euro Scheinen befördert, bräuchte man hierfür die Kofferraumladung von 6 Smarts, bei 50 Euro Scheinen 60 Smarts.“

Ja, werden sie sich fragen, hat die Stadt denn Geld für so viele Autos?!

So, das war‘s für den Anfang und während ich hier schreibe, verschuldet sich – und Sie übrigens auch! – die Stadt pro Tag und Kopf im Jahr 2018 um 0,83 Euro. Gesamt wird nach 2018 die Verschuldung pro Kopf bei 3958,49 Euro liegen, ohne Bund und Land. Na dann, Happy New Year!!!

PS: Wer sich die vollkommen absurde Schuldenrede von Franz-Josef Strauß anschauen möchte, kann das gerne auf YouTube tun. 😉

Jim Walker Jr.