„Recht hawwe und Recht krieh, ist zwäerlei!“

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Rede von Mechthild Vogel zur 100. Mahnwache wegen dem „Haus am Dom“

Obwohl die Bauentscheidung längst gefallen ist, ein Bauzaun steht und das heftig umstrittene „Haus am Dom“ nicht mehr aufzuhalten scheint, bleibt der Bürgerverein Domumfeld standhaft und hält Woche für Woche seine Mahnwachen vor dem Wormser Dom ab. Am 8. November 2015 fand die 100. Mahnwache statt, bei der Mechthild Vogel noch einmal ihre Motivation zum Durchhalten in Worte gefasst hat:

„Warum machst du denn immer noch weiter? So fragt man mich hin oder wieder, wenn es um meinen anhaltenden Protest gegen das Haus am Dom geht. Und diese Frage wird sicher auch vielen der hier Anwesenden des Öfteren gestellt. Ich kann ja jetzt nur für mich sprechen, aber ich glaube, den meisten geht es letztendlich wie mir. Sollte ich eine durchschnittliche Lebenserwartung haben, will ich später mal nicht sagen müssen, ich hätte mich nicht ausreichend gegen die weitere Verbauung des Wormser Domes gewehrt. Also an mir, an Ihnen, an uns hat es nicht gelegen.

100 Mahnwachen sprechen hier für sich!

Es ist tatsächlich alles gesagt. Es wurde alles versucht. Es hat alles nichts geholfen. Einige wenige Köpfe haben über sehr viele andere Köpfe hinweg ein Bauwerk beschlossen, das den Anblick unseres Domes auf immer zerstören wird. Doch schon die Formulierung „unser Dom“ ist ja grundsätzlich falsch. Denn, so die Stimmen der wenigen: Es ist nicht der Dom aller Wormser, er gehört der Katholischen Kirche und der Domgemeinde! Punkt! Aus – Amen! Jegliche Diskussionen sind sinnlos, weil eine tatsächliche Kompromissbereitschaft seitens der Kirche und ihrer Vertreter niemals bestanden hat. Und die Rechtslage ist halt leider auch entsprechend. Aber wie sagt der Wormser so schön: „Recht hawwe und Recht krieh, ist zwäerlei!“