Sagen Sie mal, Herr Bims?

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Teil 59: Politik und Rassismus

Kurz vor Weihnachten treibt Deutschland regierungslos umher, keiner will eine Koalition mit Angie. Ich höre Sie deshalb schon wieder zu Tausenden fragen: „Sagen Sie mal, Herr Bims, was sagen Sie denn zu dem politischen Trauerspiel in Deutschland?“

Nicht nur in Deutschland, die ganze Welt ist in Aufruhr. In Österreich wurde ein Baby-Hitler gewählt, in Nordkorea regiert ein Wahnsinniger, in der Türkei ein Diktator und in den USA ein dauerbeleidigtes Kleinkind, das den Ausstieg aus dem Klimaabkommen wie folgt begründete: „In New York ist es eiskalt und es schneit, wir brauchen die globale Klimaerwärmung!“ Dass aber in der Reihe der umstrittensten Staatschefs nach Donald Trump, Recep Tayyip Erdoğan und Kim Jong-un als letztes noch Angela Merkel folgt, dürfte wohl jedem mündigen Wähler klar sein. Dafür hat die Muddi auch einen Denkzettel bei der letzten Bundestagswahl erhalten, konnte aber danach nicht erkennen, was sie falsch gemacht hatte. Vielleicht hat unsere Kanzlerin einfach zu viele „Fachkräfte“ in unser Land gelassen, so dass sich immer mehr Bürger fragen, was es ihnen nützt, wenn der Einbrecher in ihrem Haus Abitur hatte? Auf das nächste internationale Gynäkologen-Treffen am Kölner Hauptbahnhof können ebenfalls viele verzichten. In Europa ist man sowieso nicht gut auf unsere Kanzlerin zu sprechen und in Deutschland will keiner mit ihr regieren. In Anbetracht dieses regierungslosen Trauerspiels, das wir derzeit erleben, hat der Schauspieler Jan Josef Liefers den Satz rausgehauen: „Es liegt nicht an euch, wir haben einfach scheiße gewählt!“ Man kann aber auch nicht so lange Neuwahlen machen, bis das Ergebnis jedem in den Kram passt. Zur Not muss halt die SPD nochmal ran. Die Sozialdemokraten sind schließlich wie der Videobeweis beim Fußball: Eine Ungerechtigkeit erkennen, darauf aufmerksam machen, aber dann doch die falschen Schlüsse daraus ziehen. Da lob ich mir die FDP mit ihrem Charmebolzen Christian Lindner, der das Platzen der Jamaika-Koalition für seine ganz persönliche Show genutzt hat. Vielleicht hätte der Grüne Cem Özdemir einfach mehr Jamaika-Feeling in die Verhandlungen einbringen sollen, indem er ein paar von seinen Hanfpflanzen für die Sitzungen gespendet hätte. Dann hätten die Verhandlungen zwar noch länger gedauert und der Konsum von Süßigkeiten wäre schier ins Unermessliche gestiegen, aber man hätte mit Sicherheit eine friedliche Lösung gefunden. Womöglich waren die Liberalen aber gar nicht aufrichtig und hatten den Abbruch der Gespräche von vornherein geplant? Ein Freund von mir pflegt stets zu sagen: „Wenn Lügen kurze Beine haben, dann hätten Politiker Hornhaut am Sack.“ Vielleicht sollte man einfach mal bei Christian Lindner nachsehen. Außerdem hab ich schon als Kind in der Grundschule zum ersten Mal gehört, dass FDP für „Fick die Partner!“ steht. Richtig verstanden hab ich das aber erst als Erwachsener. Und die anderen Jamaikaner wissen jetzt auch, was damit gemeint ist.

Rassismus bei der Stadt Worms, Fall 1
Derweil wird die Stadt Worms von einem echten Rassismus-Skandal im Zusammenhang mit dem Ordnungsamt erschüttert. Wie Dezernent Kosubek in der WZ verkündete, verzichte man bei Haltern ausländischer Fahrzeuge auf die Eintreibung von Strafzetteln, da der Aufwand zu groß sei, wenn der Fahrer nicht bezahle. Das nenne ich mal Rassismus gegenüber den vielen pflichtbewussten Deutschen, die ihren halben Monatslohn für Knöllchen hinblättern und wegen einem 10.- Euro Strafzettel Besuch vom Gerichtsvollzieher bekommen. Deshalb sage ich als überzeugter Dauerfalschparker und fleißiger Gebührenzahler der Stadt Worms ganz klipp und klar: „Jeder Fahrzeugführer hat das gleiche Recht auf ein Knöllchen – unabhängig von Herkunft , Rasse und Hautfarbe.“ Im Zuge der aktuellen Feminismus-Debatte möchte ich explizit anfügen: „Das gilt auch für Frauen!“

Rassismus bei der Stadt Worms, Fall 2
Natürlich soll auch der zweite „Rassismus-Skandal“ beim Ordnungsamt nicht verschweigen werden, wobei vier fristlose Kündigungen alles andere als lustig sind. Die Mitarbeiter hatten in einer privaten Whatsapp-Gruppe Nachrichten und Bilder mit rassistischen Inhalten verschickt, ein Kollege hat das Ganze gepetzt und die anderen wurden fristlos entlassen. Ich hätte deshalb einen ganz pragmatischen Vorschlag zu machen: Machen wir es doch gleich wie in der DDR und ermöglichen unserem OB einen Einblick in die privaten Whatsapp-Nachrichten ALLER städtischen Mitarbeiter. Das dürfte zwar eine Zeitlang dauern, aber wenn alle Nachrichten ausgewertet sind, bin ich mal gespannt, wieviele freie Arbeitsstellen es dann bei der Stadt Worms gibt. Womöglich werden auch einige Mitarbeiter, die sich in einer privaten Nachricht über den OB moniert haben, wegen Majestätsbeleidigung entlassen. Ich könnte wetten, wenn erst mal komplett auf städtische Rundumüberwachung umgestellt hat, werden vom einfachen Sachbearbeiter bis hin zum Stadtratsmitglied jede Menge Jobs frei. Womöglich landet dann ein Society-Reporter wie ich auf seine alten Tage noch mal beim Ordnungsamt Worms und klemmt demnächst auch an Ihrem Auto einen Strafzettel unter die Scheibenwischer. Aber versprochen: Ich mache keine Unterschiede zwischen Hautfarbe, Autofarbe, Automarke, Nationalität, Rasse oder Geschlecht 1, 2 oder 3. Für mich sind alle falsch parkenden Autofahrer gleich und haben ein Recht auf ein saftiges Knöllchen.

Kleiner Tipp noch an den OB: Den größten Denunzianten unter den Mitarbeitern, der die meisten Kollegen verpetzt hat, würde ich am Ende des Jahres befördern. Dann dauert es nicht mehr lange, bis in der Stadt endgültig alle Arschkriecher an der Macht sind.

In diesem Sinne:
Frohes Fest und einen guten Rutsch wünscht Ihr Bert Bims