Stellungnahme der Stadt:

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Sicherheitskosten prägen Budget des Rheinland-Pfalz-Tags in Worms

In der vergangenen Woche unterzeichneten Clemens Hoch, Chef der Staatskanzlei, Oberbürgermeister Michael Kissel, Sascha Kaiser, Geschäftsführer der Wormser Kultur und Veranstaltungs GmbH (KVG), Gerald Gouasé, Leiter der Polizeidirektion Worms, und Angelika Zezyk, Leiterin des Bereich 3 – Öffentliche Sicherheit, das Sicherheitskonzept für den Rheinland-Pfalz-Tag. Die Unterzeichnung gilt als wichtiger Meilenstein in der Gesamtplanung und –organisation des Rheinland-Pfalz-Tages, nimmt doch das Thema Sicherheit bei der Ausrichtung einer solchen Großveranstaltung immensen Raum ein und beeinflusst damit auch zu einem großen Teil die auf die Stadt Worms zukommenden Kosten für das Landesfest.

In Worms entstehen alleine für präventive Sicherheitsmaßnahmen Kosten in Höhe von 430.000 Euro. Für die Infrastruktur des Festes mit seinen 13 Bühnen und 32 Aktionsflächen sind weitere 470.000 Euro veranschlagt, wobei ein großer Teil davon durch das Sicherheitskonzept bedingt oder beeinflusst wird (Beschilderung, Verkehrsführung, Notdienste, elektronische Infrastruktur, etc.).

Hinzu kommen geplante Kosten für Marketing, Programm, grundlegende technische Infrastruktur, Reinigung und für nachhaltige touristische Projekte (zum Beispiel Spiele-App „schaz“), die sich auf rund 663.000 Euro belaufen. Dem gegenüber stehen Einnahmen in Höhe von 561.000 Euro durch Sponsoring, Spenden, Standgebühren und Zuschüsse. Daraus ergibt sich ein aktuell geschätzter Zuschussbedarf in Höhe von knapp 1.002.000 Euro. „Wir waren uns von Anfang an darüber einig, dass wir in puncto Sicherheit keine Abstriche machen würden“, so OB Kissel. Dass sich die Sicherheitslage seit dem einstimmigen Stadtratsbeschluss im Jahre 2012, den Rheinland-Pfalz-Tag erneut in Worms auszurichten, derart verändern würde, war damals nicht absehbar.

„Mit Blick auf die Entwicklungen der letzten Zeit ist es für die Landesregierung und die Stadt selbstverständlich, das Thema Veranstaltungssicherheit und damit die Möglichkeit des unbeschwerten Feierns an erste Stelle zu setzen“, machten Clemens Hoch, Chef der Staatskanzlei, und Oberbürgermeister Michael Kissel bei einem Pressegespräch deutlich. Der damit verbundene Aufwand, der von allen Beteiligten zu leisten war und ist, sei heute nicht mehr vergleichbar mit vergangenen Rheinland-Pfalz-Tagen. Dass dieser Aufwand nicht ohne finanzielle Mehrbelastungen zu bewältigen ist, wird anhand der Kosten für Sicherheit und Infrastruktur deutlich. Hinzu kommt, dass auch die Größenverhältnisse in Worms nicht mit vorherigen Ausrichterkommunen vergleichbar sind. Das Konzept des Rheinland-Pfalz-Tages sieht vor, die jeweilige Ausrichterstadt als Festmeile des Landes zu präsentieren. In Worms, einer Stadt, die sich in Einwohnerzahl und Fläche einer Großstadt nähere, sei deshalb die Veranstaltungsfläche ungleich größer als in stärker verdichteten Kommunen, so Clemens Hoch. Eine Veranstaltungsfläche dieser Dimension sicher zu machen, bedürfe eines hohen Aufwandes.

„Der der veränderten Sicherheitslage geschuldete Mehraufwand ist ein Sachverhalt, der auch auf Seiten der Landesregierung zu Änderungen in der Konzeption, aber auch zur Art und Weise der Zusammenarbeit führen wird, um die nachfolgenden Kommunen bei der Ausrichtung des Landesfestes und insbesondere im Thema Sicherheit noch weiter zu unterstützen“, so Clemens Hoch.

„Trotz dieser Kostenentwicklung sind wir trotzdem weiterhin froh und stolz, dass wir den Rheinland-Pfalz-Tag nach 1986 erneut in unserer Stadt ausrichten dürfen. Zum einen zeigt sich schon in der Vorbereitungsphase die identitätsstiftende Wirkung des Festes nach innen: Kirchengemeinden, Vereine, Kulturschaffende, Winzer, Bürger und viele weitere Institutionen und ehrenamtlich Aktive bereiten sich seit Monaten auf das Fest vor. Sie beschäftigen sich mit den städtischen Profilen, erarbeiten dazu gemeinsam Präsentationen und freuen sich darauf, den Gästen beim Landesfest ihre Stadt näherbringen zu dürfen. Das erfüllt mich mit großem Stolz und Dankbarkeit“, betont Oberbürgermeister Michael Kissel: „Nicht zu vergessen der wirtschaftsfördernde Aspekt des Landesfest, da zum einen viele der von uns erteilten Aufträge natürlich auch an Dienstleister und Anbieter aus der Nibelungenstadt ergangen sind. Zum anderen erhoffen wir uns natürlich auch Effekte für die wichtige Zukunftsbranche Tourismus.“