Termine Theater & Vorträge

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10 Jahre Freilichtbühne im Andreasstift
Theater im Museumshof spielt Ursula Wölfels Roman „Mond, Mond, Mond“

10 Jahre ist es bereits her, dass sich die Laienspielgruppe „Theater im Museumshof“ gründete. Von Anfang an mit dabei ist die Museumspädagogin Kirsten Zeiser, die bei den jährlichen Aufführungen Regie führt und sich auch für die Buchbearbeitungen verantwortlich zeichnet. In diesem Jahr dient Ursula Wölfels Jugendbuchklassiker „Mond, Mond, Mond“ als Vorlage für die aktuelle Sommerinszenierung im Innenhof des Andreasstiftes.

Die Geschichte des Romans spielt kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Die beiden Mädchen Pimmi und Nauka sind Roma-Mädchen. Nach einer Polizeirazzia auf dem Lagerplatz verlieren sie ihre Familie aus den Augen. Für die beiden jungen Mädchen beginnt eine abenteuerliche Reise, auf der sie viel über die dramatischen Umstände, unter denen ihre Familie während der nationalsozialistischen Besatzung leiden musste, erfahren. Zugleich ist es für die Mädchen eine Reise in das Erwachsenwerden. Der viel gelobte Roman war auch Grundlage für eine zehnteilige Serie, die das ZDF 1977 ausstrahlte. Wer Kirsten Zeisers Aufführungen kennt, weiß natürlich, dass sie stets einen eigenen Zugang zu den Geschichten findet. Insofern dürfte es spannend werden, welche Freiheiten sich die Theatergruppe bei der Umsetzung der spannenden Geschichte nimmt. Bekannt ist zumindest eine Namensänderung der beiden Hauptfiguren in Leonie und Julia. Mindestens ebenso spannend dürfte die Frage sein, in welchem Zustand der Innenhof des zur Zeit im Sanierungszustand befindlichen Andreasstiftes ist. Hinweis: Die Aufführung am 23. Juli findet nicht im Andreasstift statt, sondern in der Gedenkstätte KZ Osthofen.

WANN? 11., 12., 17., 18. und 23. Juli 2015 ab 19 Uhr
WO? Andreasstift im Innenhof, Gedenkstätte KZ Osthofen
WIEVIEL? 8.- €, 5.- € (ermäßigt)


Ist Europas Frieden in Gefahr? Ukraine Krise, USA, Russland – und wir?
Vortragsabend mit Willy Wimmer

Die Ukrainekrise hat einen neuen Kalten Krieg in Europa heraufbeschworen. Kaum jemand hatte das, nach der Entspannung der letzten Jahrzehnte, auf dem Schirm gehabt. Doch nun wird so manchem bewusst, dass Frieden nichts selbstverständliches ist. Für seinen Erhalt muss man sich einsetzen. Zumal es augenscheinlich Kräfte gibt, die mit Frieden überhaupt nichts am Hut haben.

Die Propagandamaschinerie läuft längst auf Hochtouren. Die NATO lässt die Säbel rasseln vor der Haustüre Russlands, Putin kontert mit eigener Demonstration seiner Stärke. Der Verteidigungsexperte Willy Wimmer befürchtet, dass wir uns in großen Schritten auf eine militärische Auseinandersetzung mit Russland zu bewegen könnten. Wimmer war 33 Jahre lang Abgeordneter des Deutschen Bundestags, außerdem verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion sowie Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. Bei der Ausgestaltung der deutschen Wiedervereinigung hat er maßgeblich mitgewirkt und seinerzeit als Staatssekretär die Eingliederung der NVA (Nationale Volksarmee der DDR) in die Bundeswehr koordiniert. Von 1994 bis 2000 war er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa). Zusammen mit Wolfgang Effenberger hat er das Buch „Wiederkehr der Hasadeure“ verfasst, in dem die geopolitischen Triebfedern von einst und die sicherheitspolitischen Herausforderungen von heute analysiert werden. Seine Erfahrungen und erhellenden Rückschlüsse gibt Willy Wimmer in spannenden Vorträgen an interessierte Zuhörer weiter. Sie sind herzlich eingeladen – erleben Sie Willy Wimmer persönlich!

WANN? Mittwoch, 15. Juli 2015 um 19 Uhr
WO? Lincoln Theater, Obermarkt 10
WIEVIEL? 8.- € (VVK), 10.- € (AK)
INFOS: www.zeitgeist-online.de