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Jetzt oder nie: Initiative Asphaltfreie Eisbach ruft am Samstag zum Protest auf

Eine Pressemitteilung der Initiative Asphaltfreie Eisbach:

Für die Stadt ist es beschlossene Sache: Die Asphaltierung des Eisbachweges soll mit dem offiziellen Spatenstich am 1.9. beginnen. Darum ruft die Bürgerinitiative alle Unterstützer und Freunde dazu auf, bei einer Demo die Verantwortlichen gemeinsam zum Einhalten aufzurufen.

Mischa Marincevic von der Initative: “ Mit dem Spatenstich wollen sich die Befürworter dafür feiern lassen, den wunderschönen Hauptweg unseres Naherholungsgebietes an der Eisbach zu begraben und zur 3m breiten E-Bike Trasse auszubauen. Es ist 5 vor 12. aber wenn wirklich alle kommen, die dagegen sind, dann können wir auch das scheinbar Unmögliche schaffen!“

Die Initiative wirft den Verantwortlichen vor, wichtige Zahlen vorenthalten zu haben und die Bürger ganz gezielt zu umgehen, um persönliche Prestigeprojekte auf Verwaltungsebene durchzulavieren.

Der ADFC und Frau Stellmann wollen uns Grau als das bessere Grün verkaufen.“ so Marincevic. „Die vermeintliche CO2 Einsparung ist aber eine Mogelpackung. Sie verschweigt bewusst, dass bei der Asphaltierung soviel CO2 freigesetzt wird, dass wir erst in allerfrühestens 12 Jahren wieder bei Null sind“, wie Prof. Dr.-Ing. Oliver Meier von der Hochschule Kaiserslautern für die Initiative berechnet hat. Und spätestens dann ist der Weg, so die Initiative, durch sich hebende Wurzeln eine häßliche Hubbelpiste geworden.

Außerdem mißachte der Ausbau den Hitzeplan der Stadt Worms und den Hitzecheck der Deutschen Umwelthilfe von 2024, der Worms die rote Karte gibt, und zwar auf Platz 4 der am schlimmsten versiegelten Städte Deutschlands. Beide mahnen den Erhalt und die Schaffung von Grüninseln und die Entsiegelung an. Das sei auch eine soziale Frage. „Unversiegelte Grünflächen sind insbesondere für alte Menschen, Kinder und Hundebesitzer wichtig, sowie für Menschen die zur Naherholung nicht immer weit weg fahren können. Stattdessen kämpft unsere Stadt gegen drei Pfützen alle paar Wochen, und zwar mit 8000qm Asphalt. Das entspricht der Fläche von 8 Aldi Parkplätzen! Immerhin haben jetzt einige Befürworter auch erkannt, dass das angesichts unserer regionalen Klimalage Unsinn ist, und wünschen sich den Asphalt jetzt als Lösung gegen trockene und staubige Wege. Das macht den Bock vollends zum Gärtner.“ so Marincevic.

Robert Ogrinz von der Initaitive ergänzt: „Wir haben eine Umfrage in Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim gemacht, und die zeigt ganz deutlich: Fast ausnahmslos fühlen sich die Bürger bei der Sache übergangen. Eine große Mehrheit lehnt die Asphaltierung ab, Ich habe unseren OB gebeten, nochmal in sich zu gehen, und unsere Argumente anzuhören, und dazu den Baubeginn so weit zu verschieben, dass die Bürger wirklich gehört werden können.“

Die meisten von uns sind selbst Radfahrer“ betont er. Aber der Eisbach-Abschnitt sei, so wie er ist, der ideale Kompromiss zwischen Naherholung und Radweg. Die Asphaltierung aber löse nur ein Luxusproblem mancher Radfahrer auf Kosten von Grundbedürfnissen der Bevölkerung.

Und was wenn die Asphaltierung doch kommt? Marincevic: „Dann muss jeder, der am Samstag dabei war, nicht sagen: Vielleicht hätte ich mal was sagen sollen. Sondern: Was wir konnten, das haben wir getan.“

Die Demo findet am Samstag, den 30.8. um 11.30 Uhr statt.

Ort: Festplatz/Kerweplatz Worms-Horchheim, gegenüber Kindergarten St.Bonifatius Postweg 26 67551 Horchheim