Beginn der Baumaßnahmen zur Instandsetzung von Schloss Herrnsheim
Eine Pressemitteilung der Stadt Worms:

(V.l.n.r.) Andreas Wasilakis (Ortsvorsteher von Worms-Herrnsheim), Hanna Hubertus (Untere Denkmalbehörde, Stadt Worms), Hannah Lunemann (Abt. Architektur / Projektmanagement, Stadtverwaltung Worms), Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst und Waldemar Pfannenstiel (SSV Architekten, Heidelberg) beim Aushub vor dem Herrnsheimer Schloss. © Stadt Worms / Kommunikation und Marketing
Im Jahr 2025 wurden bereits erste Vorarbeiten für die Baumaßnahmen zur Instandsetzung von Schloss Herrnsheim durchgeführt. Dazu gehörten restauratorische Sondierungen in den Prunkräumen sowie die Restaurierung der historischen Deckenmalereien im Erdgeschoss. Im Außenbereich des Denkmals haben nun die Aushubarbeiten für Tiefbauarbeiten begonnen; diese ersten Schritte müssen jedoch archäologisch untersucht werden, bevor bauliche Maßnahmen weitergeführt werden können.
Die Gesamtkosten der Instandsetzung belaufen sich auf rund 7 Mio. Euro, die zu 85 Prozent gefördert werden. Davon entfallen 70 Prozent auf den Bund und 15 Prozent auf das Land Rheinland-Pfalz.
Im aktuellen Bauabschnitt wird der Keller zu einem eigenständigen Veranstaltungsraum umgebaut, während im Erdgeschoss die museal begehbaren Prunkräume restauriert und die Nebenräume entsprechend instandgesetzt werden. Zudem wird eine neue Gebäudetechnik installiert, die das gesamte Schloss versorgt, einschließlich Heizung (Pellets) und Elektroinstallation. Ein Aufzug wird barrierefreien Zugang ermöglichen und Erdgeschoss, 1. und 2. Obergeschoss erschließen.
Der zweite Bauabschnitt umfasst die Instandsetzung von Dach und Fassade; hierfür sind Anträge für Fördermittel in der aktuellen Planung vorgesehen, die im Sommer 2026 gestellt werden sollen. Im Anschluss sollen die Obergeschosse instandgesetzt werden, deren endgültige Nutzung derzeit noch in der Vorplanung festgelegt wird.
Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung zwischen der Abteilung Architektur und Projektmanagement der Stadtverwaltung Worms, der Landesarchäologie und Landesdenkmalpflege sowie der Unteren Denkmalschutzbehörde Worms. Eine Herausforderung des Projekts ist unter anderem die statische Absicherung der Baugruben auf der Südseite, die bis in die Tiefe geprüft werden müssen, weil dort Pellet-Tanks entstehen sollen.
Der Zeitplan ist eng: Aufgrund einer Förderung durch das Bundesministerium für Kultur und Medien (BKM) soll das Vorhaben bis voraussichtlich Ende 2027 abgeschlossen sein.
In einem historischen Gebäude, das über Jahrhunderte mehrfach umbaut wurde, ergeben sich fortlaufend neue Erkenntnisse, die in den Bauablauf integriert werden müssen. Dadurch erfordert das Projekt eine außerordentliche Flexibilität und besondere fachliche Expertise, die alle am Bau beteiligten Akteure erfolgreich einbringen müssen.
Die Stadtverwaltung freut sich deshalb, dass es im Rahmen des Vergabeverfahrens gelungen ist, ein starkes Team aus Ingenieurinnen und Ingenieuren zusammenzustellen, das die Instandsetzung des Schlosses gewissenhaft verantwortet.




