„Abschiebe-Offensive“ gegen Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan? – Informationsabend am 26.03.26
Eine Pressemitteilung des Helferkreis Asyl:
Der deutsche Außenministers Wadepuhl erklärte nach seinem Besuch in Damaskus im Oktober 2025, dass Rückführungen in das vom Krieg zerstörte Land nur eingeschränkt möglich seien. Das sei seine „nüchterne Analyse“ – „als Christdemokrat, als Mensch, als Politiker“. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Syrien und bestätigt: „die Terrororganisation IS ist ebenfalls weiterhin im/aus dem Untergrund aktiv und nach wie vor in der Lage, überall im Land Anschläge zu verüben.“ (Stand: 08.02.2026)
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat keine generellen Bedenken gegen die Abschiebung von Geflüchteten nach Syrien. „Der Bürgerkrieg in Syrien ist zu Ende“ „Es gibt nun keinerlei Gründe mehr für Asyl in Deutschland“. Er verlangt in einem „5-Punkte-Plan“, dass „Abschiebungen und Rückführungen ab sofort täglich stattfinden“. Es war der erste Beschluss des Bundestages (29.01.2025) in einer Sachfrage, der ohne die Zustimmung der AfD-Fraktion keine Mehrheit gefunden hätte.
Innenminister Dobrindt lässt Daten von afghanischen Geflüchteten mit den – von den Taliban entsandten Mitarbeitern der afghanischen Botschaft austauschen und schließt – entgegen der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 4. Oktober 2024 selbst die Abschiebung von Frauen nach Afghanistan nicht aus. Er kündigte im Dezember 2025 „Abschiebungen im großen Stil“ an.
Solche Ankündigungen lösen auch bei Geflüchteten in Worms – nicht nur – aus Syrien und Afghanistan Angst und Schrecken aus, weil sie in ihrem Herkunftsland Gewalt und Menschenrechtsverletzungen kennenlernten und erneut wahrnehmen müssen.
Der Helferkreis Asyl Worms e.V. greift bei einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ die Fragen auf:
– Wie sicher sind Afghanistan und Syrien?
– Wie ist die Situation von Frauen und Minderheiten in diesen Ländern?
– Welche Wege bleiben den Betroffenen, um eine Abschiebung zu vermeiden?
Als Experten werden referieren:
Dr. Kamal Sido aus Syrien, Referent der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ und Saney Amanpour aus Afghanistan, investigativer Journalist
Donnerstag, 26. März 2026, 19 Uhr
Luthersaal, Friedrich-Ebert-Straße 45, Worms
Übersetzer für farsi, arabisch und kurdisch werden präsent sein.
Dr. Kamal Sido ist gern bereit, am Vormittag des 27. März seinen Vortrag in interessierten Schulklassen zu wiederholen. Nachfragen: 015750328711
Die Veranstaltung wird gefördert von „Demokratie leben“




