Aufruf zum Protest am 21.02. „Nichts ist vergessen und niemand!“
Eine Pressemitteilung des Bündnis gegen Naziaufmärsche Worms
Die NPD und die Kameradschaften missbrauchen den 21. Februar von 1945 erneut in Worms, den Gedenktag der Zerstörung von Worms. „Gegen das Vergessen“, so titeln die Nazis die „Einladung“ zu ihrer Kundgebung am Samstag, 21. Februar 2026, vor dem Wormser Hauptbahnhof. Wer kann von ihnen mehr erwarten als geschichtliche und aktuelle Lügen? Denn vergessen wollen sie machen: die mehr als 60 Millionen Toten ihres Weltkrieges; die Millionen von ihnen Verschleppten, Gefolterten und Ermordeten in ihren Konzentrationslagern, Gefängnissen und Zuchthäusern; die Hunderttausenden von ihnen entrechteten und aus Deutschland ins Exil vertriebenen Menschen; die vielen von ihnen in allen von ihrer Wehrmacht überfallenen Ländern Beraubten, Misshandelten und Vergewaltigten; nicht zuletzt die von ihnen aus Worms deportierten Juden und Sinti, für die vor dem Wormser Hauptbahnhof endlich eine Gedenkstätte entstehen soll.
Wer diese Unmenschlichkeit, Grausamkeit und Verbrechen der Nazis nicht vergessen, sondern daraus heute lernen und richtige Schlüsse ziehen will, der ignoriert den Naziaufmarsch am 21. Februar nicht, sondern stellt sich den Faschist*innen entgegen. Dazu rufen das Bündnis gegen Naziaufmärsche Worms, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Stadtverband Worms, der Runde Tisch gegen Rechtsextremismus an der Lutherkirche, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) auf. Denn der Einfluss von Nazis in der Gesellschaft lässt sich nicht durch Totschweigen, Wegsehen oder politisches Entgegenkommen zurückdrängen, sondern nur durch eine konsequente Politik im Interesse der Menschen; durch eine beherzte Gegenwehr und Solidarität bei rassistisch, queer feindlich und politisch motivierten Übergriffen; durch unüberhörbaren persönlichen Widerspruch und unübersehbaren öffentlichen Protest.
Gemeinsam halten wir dagegen, wenn Nazis die von ihnen als damalige Kriegstreiber und Kriegsverbrecher letztlich verschuldeten Bombenangriffe auf Worms für ihre menschenverachtende Propaganda missbrauchen wollen. Deshalb kommt zahlreich zur Protestkundgebung am Samstag, 21. Februar 2026, ab 15.30 Uhr auf den St. Albansplatz vor dem Wormser Hauptbahnhof. Gemeinsam demonstrieren wir: Worms wehrt sich – nichts ist vergessen und niemand




