Enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Trägern der Pflege
Eine Pressemitteilung des MdL Dirk Beyer:
Die rheinland-pfälzische Ministerin Dörte Schall hat gemeinsam mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Dirk Beyer den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Worms-Leiselheim besucht. Im Mittelpunkt stand die Besichtigung der ASB-Tagespflegeeinrichtung sowie ein fachlicher Austausch zu aktuellen Herausforderungen und Perspektiven in der Pflege.
Während des Rundgangs durch die Tagespflegeeinrichtung und im Gespräch mit den Tagesgästen informierten sich Ministerin Schall und Abgeordneter Beyer über die praktische Arbeit vor Ort, die Angebote für pflegebedürftige Menschen sowie die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten und zeigten sich beeindruckt vom Engagement des ASB-Teams und der Bedeutung der Tagespflege als wichtigem Baustein in der pflegerischen Versorgung.
Im anschließenden Gespräch tauschten sich Ministerin Schall und Dirk Beyer mit Geschäftsführer Ralf Hoffmann, dem 1. Vorsitzenden Joachim Köhm sowie der stellvertretenden Landesgeschäftsführerin Frauke Pfeiffer, zugleich zuständige Leiterin des Referats für Pflege, über zentrale pflegepolitische Themen aus.
Seitens des ASB wurden im Gespräch insbesondere die anstehende Pflegereform, die zunehmende Bedeutung der Arbeitnehmerüberlassung sowie die Auswirkungen der Fachkräftequote thematisiert. Die Vertreterinnen und Vertreter des ASB machten deutlich, dass die aktuellen Rahmenbedingungen für Pflegeeinrichtungen mit großen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen verbunden seien. Insbesondere der verstärkte Rückgriff auf Leiharbeitskräfte im stationären Bereich belaste die Träger erheblich, schilderten Köhm und Pfeiffer. Auch die geltenden Fachkräftequoten stellten viele Einrichtungen vor Schwierigkeiten, da der Fachkräftemangel die verlässliche Einhaltung zunehmend erschwere.
Ministerin Schall nahm die Hinweise aus der Praxis aufmerksam auf und betonte, dass die Landesregierung diese Themen aktiv in die laufenden Diskussionen auf Landes- und Bundesebene einbringe. Ziel der Pflegereform müsse es sein, die Arbeitsbedingungen in der Pflege nachhaltig zu verbessern, Einrichtungen zu entlasten und gleichzeitig die Versorgungsqualität für Pflegebedürftige zu sichern. Der Austausch mit Trägern wie dem ASB liefere hierfür wichtige Impulse. Darüber hinaus betonte sie die wichtige Rolle der Wohlfahrtsverbände und der Tagespflegeeinrichtungen für eine verlässliche und wohnortnahe Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Der direkte Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort sei unverzichtbar, um praxisnahe Lösungen entwickeln zu können.
Dörte Schall erklärte: ,,Mit der „Fachkräftestrategie Pflege Rheinland-Pfalz“ werden wir für mehr, und besser ausgebildete Fachkräfte sorgen. Dabei werden wir auch auf bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte, und auf die Digitalisierung der Arbeit der Pflegekräfte setzen.“
Dirk Beyer unterstrich ergänzend, dass praxistaugliche Lösungen notwendig seien: „Pflegereformen dürfen nicht an der Realität der Einrichtungen vorbeigehen. Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, die Fachkräfte halten, Nachwuchs gewinnen und den Trägern Planungssicherheit geben. Die heute angesprochenen Punkte zeigen deutlich, wo politischer Handlungsbedarf besteht.“
Der Besuch unterstrich die enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Trägern der Pflege sowie das gemeinsame Ziel, die Pflege in Rheinland-Pfalz nachhaltig zu stärken.




