Neue Sirenenstandorte stärken Warnsystem der Stadt

Eine Pressemitteilung der Stadt Worms:

 

Die Stadt Worms hat ihr Sirenennetz zur Warnung der Bevölkerung weiter ausgebaut. An insgesamt 22 neuen Standorten wurden moderne Sirenenanlagen installiert und inzwischen erfolgreich in Betrieb genommen. Damit wird die Warninfrastruktur weiter verbessert, um Bürgerinnen und Bürger im Gefahrenfall schnell und zuverlässig informieren zu können.

Die Warnung und Information der Bevölkerung erfolgt in Worms über einen sogenannten kommunalen Warnmittelmix. Dieser kombiniert verschiedene Warn- und Informationswege, um möglichst viele Menschen zeitnah zu erreichen. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem:

  • stationäre elektrische Sirenen (Dach- und Mastsirenen)
  • mobile Sirenen
  • Lautsprecherdurchsagen über Einsatzfahrzeuge
  • Warn-Apps sowie Warnsysteme wie MoWaS und Cell Broadcast
  • das Bürgertelefon
  • Medien wie Radio und Fernsehen
  • Internetangebote, darunter die offiziellen Webseiten der Stadt sowie Social-Media-Kanäle

Ziel dieses abgestimmten Systems ist es, die Bevölkerung im Gefahren- oder Katastrophenfall schnell, zuverlässig und über mehrere Kanäle gleichzeitig zu warnen und zu informieren.

Vor der offiziellen Abnahme wurden die neuen Anlagen am 28. Februar 2026 im Rahmen eines Funktionstests überprüft. Dabei wurden sowohl die Warntöne als auch Sprachdurchsagen ausgelöst, um die technische Funktionsfähigkeit der Systeme sicherzustellen. Die Aktivierung der Sirenen erfolgt über den Digitalfunk sowie über den Analogfunk auf unterschiedlichen Wegen, wodurch zusätzliche Ausfallsicherheit gewährleistet wird.

Mit der Erweiterung des Sirenennetzes stärkt die Stadt Worms ihre Möglichkeiten zur schnellen Warnung der Bevölkerung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und zum Bevölkerungsschutz.

Unterschied zwischen älteren und neuen Sirenen

Viele Bürgerinnen und Bürger kennen noch die klassische Sirene in „Pilzform“, die sogenannte E57-Sirene. Diese älteren Anlagen sind mechanische Motorsirenen. Sie besitzen einen charakteristischen runden „Pilzkopf“ und erzeugen den Warnton durch einen Elektromotor, der ein rotierendes Signalrad antreibt. Durch die Drehbewegung entsteht der typische auf- und abschwellende Heulton. Diese Sirenen wurden in Deutschland über viele Jahrzehnte für den Zivilschutz eingesetzt.

Die neu installierten Sirenen des Typs HES 1200 sind dagegen moderne elektronische Sirenen. Optisch unterscheiden sie sich deutlich von den älteren Anlagen: Statt eines Pilzkopfes bestehen sie aus mehreren Lautsprecherhörnern, die an einem Mast oder auf einem Gebäude montiert sind.

Diese Technik bietet mehrere Vorteile: Neben den klassischen Warntönen können elektronische Sirenen auch Sprachdurchsagen übertragen. Dadurch können im Gefahrenfall zusätzlich konkrete Hinweise und Verhaltensinformationen für die Bevölkerung gegeben werden. Außerdem sind die Systeme digital ansteuerbar und lassen sich in moderne Warnsysteme integrieren.

Mit der Kombination aus bewährten Sirenensignalen und moderner Lautsprechertechnik wird die Warnung der Bevölkerung noch flexibler und verständlicher gestaltet.

 

 

Standorte der neuen elektrischen HES Sirenen 1200
Dachsirenen
Worms – Abenheim Wonnegaustraße Ortsverwaltung
Worms – Herrnsheim Höhenstraße Grundschule Dalbergschule
Worms – Horchheim Alter Marktplatz Ortsverwaltung
Worms – Horchheim Neubachstraße Nelly Sachs IGS
Worms – Neuhausen Kurfürstenstraße Staudinger Schule
Worms – Pfeddersheim Brückenstraße Gründerzentrum
Worms – Pfeddersheim Grabenstraße Paternus Schule
Worms – Rheindürkheim Schulstraße Grundschule Rheindürkheim
Worms – Innenstadt Bensheimerstraße Pestalozzi Schule
Worms – Innenstadt Röderstraße Westend Realschule
Worms – Innenstadt Marktplatz Rathaus
Worms – Innenstadt Kyffhäuserstraße HFW
Worms – Innenstadt Eduard – David – Str.

(Elisabeth-Groß-Platz1)

Geschwister Scholl Schule

(Förderschule)

Worms – Wiesoppenheim Theodor – Storm – Straße Ortsverwaltung
Worms-Pfiffligheim Am Kochenberg Evang. Kindergarten Katharina-von-Bora
Worms-Leiselheim Adam-Riese-Straße Ortsverwaltung
Worms – Heppenheim Kirchhofplatz Ortsverwaltung
Mastsirenen
Worms – Friedrichsweg Friedrichsweg – Ludwigslust Im Wäldchen
Worms – Am Gallborn Am Gallborn Grünfläche Gehweg
Worms – Langgewann B9 / Langgewann Grünfläche Gehweg an Bushaltestelle
Worms – Mittelrheinstraße Mittelrheinstraße Straßenverkehrsinsel
Worms – Ibersheim Killenfeldstraße Ortsverwaltung

 

Persönliche Notfallvorsorge

Neben einem funktionierenden Warnsystem spielt auch die persönliche Vorsorge der Bevölkerung eine wichtige Rolle im Katastrophenschutz. Krisen oder größere Schadenslagen können unerwartet eintreten – etwa durch Stromausfälle, Unwetter, Hochwasser oder andere Ereignisse. In solchen Situationen kann es vorkommen, dass Hilfe nicht sofort überall gleichzeitig verfügbar ist. Eine gute Vorbereitung im eigenen Haushalt kann daher entscheidend sein.

Die Stadt Worms stellt hierzu auf ihrer Internetseite umfangreiche Informationen zur Verfügung, darunter auch die Notfall-Broschüre der Stadt Worms mit wichtigen Hinweisen zur Vorbereitung auf verschiedene Notsituationen. Zusätzlich empfiehlt die Stadt den bundesweiten Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Dieser enthält praktische Tipps zur Notfallvorsorge – beispielsweise zur Anlage eines Lebensmittel- und Wasservorrats, zur Zusammenstellung eines Notgepäcks oder zum richtigen Verhalten bei Stromausfällen und anderen Krisenlagen.
Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ – BBK: www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html

Beide Broschüren stehen online kostenlos zur Verfügung und bieten hilfreiche Informationen, wie sich Bürgerinnen und Bürger mit einfachen Maßnahmen auf mögliche Notfälle vorbereiten können. Weitere Informationen sowie die Downloadmöglichkeiten finden sich auch auf der Internetseite der Stadt Worms unter: www.worms.de/neu-de/service/notfall/Vorsorge.php.

Eine gute Vorbereitung stärkt nicht nur die eigene Sicherheit, sondern unterstützt auch die Einsatzkräfte im Ernstfall.

 

Die Stadt Worms beteiligt sich auch am Landesweiten Warntag in Rheinland-Pfalz am 12. März. Ab 10 Uhr wird eine Probewarnung verschickt, gegen 10:45 Uhr erfolgt eine Entwarnung.

 

Abbildung

Der „Alte“ Sirenentyp, die sogenannte E57-Sirene, und der „neue“ Typ HES 1200 im Vergleich.

© Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe