Vom Energieversorger zum Energiedienstleister
Strategische Neuausrichtung der EWR AG

Wahrscheinlich hat jeder schon einmal erlebt, wie das so ist, wenn eine jahrzehntealte Liebe endet? Plötzlich müssen Veränderungen, eine neue Frisur, neue Ideen für das eigene Lebenskonzept und irgendwie auch ein neuer Anstrich her. Übertragen auf das Wormser Traditionsunternehmen EWR ist es hier die Erkenntnis, dass die Liebe zu fossilen Brennstoffen im Laufe der Jahrzehnte erkaltete. Zugleich begann das Unternehmen, sich strategisch neu auszurichten.
Bereits Jahre vor dem offiziellen Liebes Aus im März begann das Energieunternehmen, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen (Schrinner – Sanitär & Heizungsbau) oder diese gar ganz zu übernehmen (Elektro Knies). Nebenbei gründete man gemeinsam mit der Rheinhessen Sparkasse und der Timbra Gruppe die Rheinhessen Erschließungsgesellschaft, erschloss für Lilly unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit ein Gelände in Alzey und baut aktuell in Worms einen Batteriespeicherpark. Auch wenn man die Puzzleteile noch nicht zusammensetzen konnte, fügte sich schon ein grobes Bild zusammen: Weg von fossilen Energiequellen, hin zur Nachhaltigkeit. Nun präsentierte EWR seine neue Unternehmensausrichtung vom Energieversorger zum Energiedienstleister.
Wie Vorstandssprecher Stephan Wilhelm erklärte, ist das Ziel, die Menschen unabhängig von fossilen Energiequellen zu machen, weshalb aus Elektro Knies „EWR One“ wurde. Für Wilhelm ist klar, Nachhaltigkeit ist weltweit ein Geschäftsmodell mit dem größten Wachstumsfeld. Ebenso ist sich das Unternehmen sicher, dass früher oder später das Geschäft mit Gas zum Erliegen kommen wird. Um diese Entscheidung zu visualisieren, gib es nun mit „Bewegt, was Euch bewegt.“ einen neuen Claim, gepaart mit einem dezent erneuerten Firmenauftritt. Im Zentrum steht aber natürlich weiterhin der Kunde.
Text: Dennis Dirigo Foto: EWR

WO! Andreas Stumpf

Dennis Dirigo
Foto: Dennis Dirigo



