Zeitreise mit Wein, Petticoats und ganz viel Rockabilly

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Konzert der Rockabilly-Band „The Spikes“

9. Februar 2018 | Der Weinladen Borgnolo:

Längst dürfte es sich in Worms herumgesprochen haben, dass man im Weinladen Borgnolo nicht nur guten Wein bekommt, sondern ebenso gute Musik. Ein Beispiel hierfür war das mitreißende Konzert der überregional bekannten Rockabilly Band „The Spikes“.

Als wäre der Weinladen ein Tanztempel aus vergangenen Tagen, trafen dort Frauen in Petticoats auf Männer in Schlaghosen. Bereits mit dem ersten Takt machte das Trio klar, dass sie nicht einfach nur an guter Laune und ein bisschen Hüftschwung interessiert sind, sondern vielmehr daran, die Musik der 50er Jahre in einem wahrhaft dynamischen Zusammenspiel schlichtweg zu zelebrieren. Das macht die Band bereits seit 1993 in wechselnder Formation, und das äußerst erfolgreich. Musikalisch kam hier Buddy Holly genauso zu Gehör wie Del Shannon, Eddie Chochran und natürlich „The King“ Elvis Presley (u.a. „Blue Suede Shoes“), der vielen Musikhistorikern als Gründungsvater des Rockabilly Sounds gilt. Mehr als drei Stunden, inklusive Pausen, spielten sich die Musiker durch das abwechslungsreiche „Great American Rockabilly Songbook“ und scheuten auch nicht den Kontakt zu Neo-Rockabilly-Helden wie den Stray Cats. Gelegentlich angereichert mit einer saftigen Mundharmonikabegleitung, wuchs das Trio immer wieder zum Quartett an. Als Gitarrist und Stimme der Spikes verdingt sich derzeit Volker Riegler, der im Weinladen kein Unbekannter ist. Zuletzt spielte er kurz vor Weihnachten gemeinsam mit Sänger Daniel Fischer alias Richard Herfeld. Bei den Spikes glänzte er mit dreckigen Riffs und dem typischen Rockabilly-Twängel-Sound. Ergänzt um Kontrabass und einem aufs nötigste reduzierten Drumset dauerte es nicht lange, bis kaum ein Bein noch ruhig blieb. Lange dauerte es allerdings, bis Gastgeber Filippo Borgnolo an der 50ies Sause teilnehmen konnte. Der befand sich zuvor noch in Frankfurt, um für seine Luther Weine den German Design Award entgegen zu nehmen.

Fazit: Rechtzeitig zum Finale, als bereits im Publikum ausgelassen getanzt wurde, konnte der Gastronom sich zum großen Klassiker „Johnny B. Goode“ noch in die Party einklinken.