Mario-Adorf-Preis für die Musik

Eine Pressemitteilung der Nibelungen-Festspiele:

Fotocredit: Bernward Bertram. Bild v.l.: Markus Reis, Ilse Lang, Jürgen Breier, Alice Merton, Alexander Wolfe, Petra Simon, Sven Teuber, Adolf Kessel, Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte und Thomas Laue.

Für die besondere künstlerische Leistung im Bereich Komposition und Songwriting wurde der „Mario-Adorf-Preis“ an Alice Merton und Alexander Wolfe verliehen: Zum achten Mal wurde damit die Auszeichnung der „Gläserne Drache“ bei den Nibelungen-Festspielen verliehen

Alice Merton und Alexander Wolfe sind die achten Preisträger des Mario-Adorf-Preises der Wormser Nibelungen-Festspiele. Im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung am 2. August wurde damit die Musik der diesjährigen Inszenierung „DIE HUNNENKÖNIGIN“ gewürdigt. Mit dem Sieg verbunden ist ein Preisgeld von 10.000 Euro, gestiftet von der Unternehmerin und Wormser Ehrenbürgerin Ilse Lang, sowie jeweils eine gläserne Stele mit einem Drachen-Motiv des Illustrators Hendrik Dorgathen, die traditionell der Technologiekonzern SCHOTT spendet. Benannt ist der Preis nach dem Schauspieler Mario Adorf, der zu einem der Initiatoren des Wormser Theaterfestivals gehört.

Die Preisverleihung 2026 fand vor der diesjährigen Dernière im Heylshofpark im Beisein des Wormser Oberbürgermeisters Adolf Kessel, des rheinland-pfälzischen Kulturministers Sven Teuber, der Preisstifterin Ilse Lang, Jürgen Breier von der SCHOTT AG sowie der Geschäftsführerin Petra Simon und dem Künstlerischen Leiter Thomas Laue statt. Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte moderierte die Veranstaltung und verkündete die Entscheidung der Jury, die aus 14 namhaften Personen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien besteht, die das Kuratorium der Festspiele bilden.

Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zur Entscheidung des Kuratoriums: „Der Mario-Adorf-Preis geht in diesem Jahr an die Musiker, Songwriter, Komponisten und Sänger Alice Merton und Alexander Wolfe. Sie überführen in dem von Ihnen komponierten und intonierten Soundtrack zum Stück die Dichtung in Musik und sind damit beide die Personifizierung des dramaturgischen Konzepts der diesjährigen Aufführung. Alice Merton und Alexander Wolfe sind nicht nur fantastische Musiker und Sänger, sondern auch Schauspieler, die mit ihrem Soundtrack die Gefühlswelt der Protagonisten vertonen.

Das ist nicht Begleitmusik. Es ist die Vertonung des Narrativs des Abends: Gefühle machen Geschichte. Gefühle ändern Geschichte.“

Preisstifterin Ilse Lang: „Ich freue mich sehr, den Mario-Adorf-Preis mit verleihen zu dürfen und damit Künstlerinnen und Künstler auf ihrem Weg zu unterstützen.

Mario Adorf war ein außergewöhnlicher Künstler und eine beeindruckende Persönlichkeit. Ich hatte das Glück, ihn persönlich zu kennen. Dass er in diesem Jahr von uns gegangen ist, macht diese Preisverleihung für mich besonders bewegend. Umso wichtiger ist es mir, dass sein Name durch diesen Preis eng mit den Festspielen verbunden bleibt. Sein Andenken zu bewahren und Talente in seinem Sinne zu fördern, ist mir ein persönliches Anliegen.“

„Der Name Mario Adorfs, den dieser Preis trägt, steht für einen jener leuchtenden Menschen, denen es gelingt, Widersprüchliches zu vereinen. Er hat gezeigt, dass zwischen Heimatverbundenheit und Weltbürgertum kein Gegensatz besteht. In diesem Jahr haben wir mit ihm einen grandiosen Schauspieler verloren, der das deutsche und internationale Kino über mehr als ein halbes Jahrhundert geprägt hat wie nur wenige andere. Der nach ihm benannte Preis ehrt Menschen, denen ebenfalls gelingt, das Widersprüchliche zu vereinen, das ist viel schwerer, als Gegensätze nur zu verstärken. Alice Merton und Alexander Wolfe gratuliere ich herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung“, so Sven Teuber, Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz.

Seit 2018 wird die Auszeichnung bei den Nibelungen-Festspielen vergeben, die nach dem Schauspieler Mario Adorf, Mitbegründer der Festspiele und Kuratoriumsmitglied, benannt ist. Die Preisverleihung zählt zu den Höhepunkten der Festspiele. Bis zum Schluss bleibt offen, welches Teammitglied für seine künstlerischen Leistungen auf oder hinter der Bühne ausgezeichnet wird. Im ersten Jahr erhielt die Schauspielerin Ursula Strauss den Preis, in 2019 wurde die Darstellerin Lisa Hrdina geehrt, 2021 das Ensemblemitglied Barbara Colceriu, 2022 Tontechniker Marius Feth mit seinem Team, 2023 Lena Urzendowsky, 2024 der Regisseur Roger Vontobel und 2025 die Schauspielerin Lisa Natalie Arnold.