HELLO FRANKFURT, WE ARE CHAKA!
Kritik zum Konzert von „Chaka – The Music of Chaka Khan“

Februar 2026 | Das Wormser Theater: Die Musik der Sängerin Chaka Khan ist spätestens seit den 1980ern auch in Deutschland populär. Im Wormser Theater gab es nun mit „Chaka – The Music of Chaka Khan“ eine renommierte Tribute Band aus England zu sehen.
Die Sängerin Chaka Khan ist ein Phänomen. Ob als Sängerin der Band Rufus oder später solo, sie trägt zurecht den Namen „The Queen of Funk“. Wussten Sie, dass jene Chaka Khan tatsächlich mal für eine Zeit lang in Deutschland lebte und unweit von Worms in Mannheim und in Weisenheim am Berg ihr Quartier bezog? Die echte Chaka Khan war zwar an diesem Freitagabend nicht aufzutreiben, dafür aber die achtköpfige Band „Chaka The Music of Chaka Khan“, die extra für eine kleine DeutschlandTour aus England einflog. Die rund 300 Besucher wirkten etwas verloren im Wormser Theater, bekamen aber durchaus etwas geboten. Songs wie „Tell me something good“, „Do you love what you feel“ oder nach der Pause natürlich auch die Klassiker, wie das Prince Cover „I feel for you“, „I‘m every woman“ und natürlich das obligatorische „Ain‘t nobody“, schafften es, ein wenig Funk und Discoflair in den Theatersaal zu tragen. In der musikalisch hervorragenden Band stach vor allem die Sängerin Sulene Fleming hervor, die stimmlich vollends überzeugte. Vor allem der enorme Stimmumfang, der dem Original extrem nahekam, begeisterte das Publikum. Fleming versuchte auch immer wieder das Publikum zum Mitklatschen und zum Tanzen zu animieren, dem stellenweise gerne nachgekommen wurde. Einen kleinen Fauxpas leistete sich die Sängerin gleich mehrmals, indem sie wohl dachte, sie sei heute Abend in Frankfurt und begrüßte und verabschiedete sich dementsprechend. Überhaupt wären ein paar mehr Ansagen wünschenswert gewesen zu den Songs oder zur Band selbst, aber auch so wurde das Publikum knappe zwei Stunden von Chaka bestens unterhalten.
Fazit: Bedauerlich, dass es nicht mehr Menschen zu diesem Konzert zog. Meist wirken dann Acts im großen Theatersaal etwas verloren. Dennoch war es musikalisch ein tolles Konzert, auch
wenn im Nachgang mit Sicherheit über „Thank you Frankfurt and goodnight!“ noch ein wenig gegrinst werden musste.
Text und Foto: Peter Englert




