Weniger Müll. Mehr Worms.
Eine Pressemitteilung der ebwo AöR:

Achtlos weggeworfene Coffee-to-go-Becher in der Fußgängerzone, Zigarettenkippen auf dem Boden, Müllsäcke und illegal entsorgter Sperrmüll am Straßenrand: Vermüllung hat viele Gesichter – und prägt zunehmend das Stadtbild. Warum passiert das? Aus Gedankenlosigkeit, Bequemlichkeit oder weil es scheinbar nichts kostet? Letzteres ist übrigens ein Irrtum. Denn am Ende zahlen alle: mit höheren Entsorgungskosten, wachsendem Ärger, weniger Lebensqualität und einem unattraktiven Stadtbild.
Neben der Nutzung der vorhandenen Abfallbehälter ist es in Worms eigentlich recht einfach, Abfälle legal, fachgerecht und teilweise kostenlos zu entsorgen. Drei Wertstoffhöfe, eine Bauschuttdeponie und eine Kompostanlage stehen im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung. Die Infrastruktur ist also vorhanden. Jetzt geht es noch um Haltung.
Natürlich lassen sich nicht alle Menschen belehren. Aber die große Mehrheit erreicht man sehr wohl – mit Aufmerksamkeit, etwas Humor und kleinen Impulsen im richtigen Moment. Genau hier setzt die gemeinsame Anti-Littering-Kampagne der ebwo AöR, der Initiative #WormsLiebe und der Stadt Worms an. Ziel ist es, das Thema Vermüllung sichtbarer zu machen und für mehr Achtsamkeit zu werben – bewusst locker formuliert, dass sich auch junge Menschen angesprochen fühlen.
Die aktuelle Anti-Littering-Kampagne der ebwo AöR setzt bewusst auf zwei unterschiedliche Kommunikationsansätze:
- Aufmerksamkeit und Sensibilisierung in der Innenstadt
Die in der Innenstadt aufgestellten Holzdreiecke mit ihren farbigen Spruchbannern sollen das Thema der zunehmenden Vermüllung sichtbarer machen und für mehr Achtsamkeit im öffentlichen Raum sensibilisieren. Die bewusst lockere und moderne Sprache wurde gewählt, um insbesondere auch jüngere Menschen anzusprechen.
- Klare Worte an Hotspots illegaler Müllablagerungen
Gleichzeitig setzt die Kampagne dort, wo es erforderlich ist, auf klare Worte und eine deutlich schärfere Ansprache – insbesondere an bekannten Hotspots illegaler Müllablagerungen.
Warum dieser deutliche Ton?
Weil die mutwillige Vermüllung des öffentlichen Raums seit Jahren stetig zunimmt. Weil Aufklärungsarbeit, freundliche Hinweise und Appelle bislang nicht zu einer Verbesserung geführt haben. Weil die Belastung für die Mitarbeitenden, die täglich diese illegalen Hinterlassenschaften beseitigen müssen, inzwischen ein erhebliches Maß erreicht hat und das Frustrationslevel entsprechend hoch ist. Weil es denjenigen eine Stimme gibt, die täglich unter der Vermüllung leiden: Anwohnerinnen und Anwohner, Familien, Passanten.
Illegale Müllentsorgung verursacht zudem erhebliche Kosten, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Darüber hinaus beeinträchtigt sie die Lebensqualität und sorgt für berechtigten Ärger in der Bevölkerung.
Vor diesem Hintergrund hält die ebwo AöR eine bewusst zugespitzte und provokante Ansprache für vertretbar. Sie richtet sich ausdrücklich gegen Personen, die öffentliche Räume vorsätzlich vermüllen und Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders missachten – sei es aus Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit oder zur Vermeidung eigener Kosten.
Wer seinen Müll annähernd ordnungsgemäß entsorgt, wird sich durch diese Ansprache nicht persönlich angesprochen fühlen – den deutlichen Worten gegenüber uneinsichtigen Müllsündern jedoch ausdrücklich zustimmen.
Und so fallen in der Innenstadt seit Kurzem große Aufsteller mit farbigen Bannern ins Auge. Sprüche wie „Worms verdient mehr als Müll“ oder „Clean steht Worms besser – und dir auch“ sind einfach und bleiben hängen. Und sie sollen genau dann wirken, wenn man kurz davor ist, Müll und Zigaretten achtlos einfach fallen zu lassen. „Niemand feiert Müll!“ Im Gegenteil: Eine gepflegte Umgebung hebt die Stimmung und steigert die Lebensqualität. Oder kurz gesagt: „Sauberer Spot, bessere Vibes“. Und manchmal reicht dafür schon ein kleiner Hinweis untereinander: „Hey, dein Müll gehört in die Tonne – die Straße ist tabu“.
Bürgermeisterin Stephanie Lohr, Verwaltungsratsvorsitzende der ebwo AöR sagt dazu „Worms verdient mehr als Müll, es ist unser zuhause und so sollten wir es auch behandeln – und genau darum geht’s. Niemand möchte zwischen Kippen, Bechern oder illegal abgeladenem Sperrmüll unterwegs sein.
Wir sprechen das Thema bewusst so an, dass es hängen bleibt: locker, direkt und vor Ort. Denn eine saubere Stadt ist kein Zufall, sondern Teamwork. Die ebwo AöR sorgt jeden Tag für Ordnung, aber Vermüllung entsteht oft in Sekunden durch fehlendes Bewusstsein. Mit dieser Kampagne laden wir alle ein, mitzumachen: hinsehen, ansprechen, richtig entsorgen – damit Worms sauber, freundlich und lebenswert bleibt.“
Neben den spielerischen Botschaften setzt die Kampagne dort, wo es notwendig ist, auch auf klare Ansagen. An bekannten Hotspots illegaler Müllablagerung wird deutlicher kommuniziert. Botschaften wie „Hey, müll hier nicht rum!“ oder „Dein Müll ist hier nicht willkommen!“ sprechen Verursacher direkt an.
Dabei ist illegales Entsorgen oft völlig unnötig. Zum Beispiel kann jeder Wormser Haushalt bis zu viermal im Jahr Hausrat kostenlos abholen lassen – unkompliziert per Online-Formular oder per Telefon.
Die Anti-Littering-Kampagne der ebwo AöR macht deutlich: Weggeworfener Müll und illegale Ablagerungen sind ein zunehmendes Problem. Und Sauberkeit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine gemeinsame Aufgabe. Wenn viele ein bisschen achtsamer sind, profitieren alle davon – durch geringere Kosten, ein schöneres Stadtbild und nicht zuletzt ein entspannteres Lebensgefühl. Kurz gesagt: „Weniger Müll, besserer Style – und weniger Stress“.







