32 Hände für den Horchheimer Kerbeplatz
Eine Pressemitteilung der OV Worms Horchheim:

Foto: Ralph Decker
Die Heckenschere zieht ratternd ihre Bahn durch den Grünstreifen und formt aus allerlei Wildwuchs eine kastenförmige Einfassung des Horchheimer Festplatzes am Postweg, der die meiste Zeit des Jahres ein Parkplatz ist. Daneben senkt sich die Kehrmaschine an der Traktorfront auf einen festgefahrenen Belag alten Laubes und der rotierende Besen bringt wieder sauberes Pflaster zum Vorschein. Ein Trupp Greifzangen pickt Plastikmüll jeder Art aus Gras und Büschen und füllt damit mehrere Müllsäcke.
Doch hier ist keine Kolonne städtischer Mitarbeiter am Werk, sondern 16 Frauen und Männer aus Horchheim sind seit 8.00 Uhr am Samstagmorgen mit Elan bei der Arbeit auf dem künftigen Kerbeplatz. Sie meckern nicht über den teils unansehnlichen Zustand der Anlage, sondern greifen entschlossen und guten Mutes zu Schaufel, Besen und Stoßscharre, so wie gerade Elsbeth Winhardt und Anette Vollrath, die vor dem Parkplatz schwungvoll „die Gass‘ kehren“, Sand und Kippen verschwinden lassen, wodurch es gleich einladender aussieht. Helmut Schweitzer, Bernhard Kauf und Marcu Decker schaufeln Grünschnitt und jahrealtes Laub in den Anhänger, mit dem Richard Grünewald vorfährt. „Rüdiger und Rüdiger“, bittet der Ortsvorsteher, gemeint sind Perlick und Sälzer, „könnt Ihr mit Euren Heckenscheren noch die Stromkästen freischneiden?“– und bald ist auch das erledigt.
Staubig ist die Arbeit und so werden Timo und Marina Reder vom Brauchtumsverein schon sehnlichst erwartet, als sie ihren Kofferraum öffnen und kalte Getränke für alle Helferinnen und Helfer anbieten. Dazu schmecken die mutmaßlich besten Brezeln von Worms aus der Horchheimer Bäckerei Seiler. Als zur Pause ein Bürger eigentlich Glas zum, Container bringen will, wird es sogleich als Fotograf fürs Gruppenfoto der fleißigen Truppe verpflichtet. Trotz der Mühe scheint die Aktion allen Helfern auch Spaß zu machen, denn das Ergebnis der Mühe kann sich sehen lassen: Der Festplatz und die angrenzende Grünfläche bieten wieder einen gepflegten Anblick, sind nahezu besenrein.
Die Horchheimer Helfertruppe ist kein geschlossener Club, sondern vielmehr eine lockere vielköpfige Runde zupackender Ehrenamtlicher, die sich von Fall zu Fall auf Einladung des Ortsvorstehers zusammenfinden in teils wechselnder Besetzung. Je nachdem, wer gerade Zeit hat und welche Talente besonders gebraucht werden. Oder welche Technik gerade besonders hilfreich wäre, so wie diesmal der Traktor samt Kehrmaschine von Lothar Holl. Erstaunlich, was es alles im Ort gibt und äußerst erfreulich, wie viele Menschen ohne viele Worte anpacken.
Diesmal gibt schon nach zweieinhalb Stunden Feierabend – sogar früher als geplant. Viele Hände haben für eine schnelles Ende gesorgt und alle würden Bea Höger zustimmen, die resümierte: „War eine schöne Aktion.“




