Neuer Glanz für die „KW“: Wenn Gründerzeit-Charme auf grüne Zukunft trifft

Eine Pressemitteilung der Stadt Worms:

Bürgermeisterin Stephanie Lohr, Jörg E. Deibert und Stefan Schäfer auf dem Balkon einer fertiggestellten Wohnung in der „KW 7“. © Stadt Worms / Kommunikation und Marketing

Die ersten Wohnungen sind bezugsfertig, die Fassaden erstrahlen in neuem Glanz, und nur der Eingangsbereich erinnert derzeit noch an die intensive Bautätigkeit der letzten Monate: In der Wilhelm-Leuschner-Straße 7 – von den Wormsern liebevoll „KW“ genannt – biegen die Sanierungs- und Neuausbauarbeiten eines historischen Gründerzeithauses auf die Zielgerade ein. Die Immobilienentwickler ems Schäfer Consultants und die Architekt J.E. Deibert GmbH haben sich hier an ein anspruchsvolles Vorhaben gewagt, das weit über eine klassische Renovierung hinausgeht.

Davon machte sich nun auch die Wormser Bürgermeisterin und Wirtschaftsdezernentin Stephanie Lohr vor Ort ein Bild. Unter der gemeinsamen Federführung von Stefan Schäfer und Architekt Jörg Deibert entsteht in direkter Nachbarschaft zum ems-Firmensitz moderner Wohnraum, der das historische Erbe bewahrt und gleichzeitig ökologische Aspekte für die Zukunft integriert.

Das prachtvolle Gebäude mit der Hausnummer 7 bildet das jüngste Puzzleteil eines größeren Quartierskonzepts. Dem Unternehmensverbund gehört inzwischen der gesamte Häuserblock zwischen dem Lutherring und der „KW 7“. Diese räumliche Nähe ermöglicht Synergien, die das Projekt zu einem interessanten ökologischen Vorhaben machen:

Im direkt angrenzenden Eckhaus befindet sich eine Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Nuklearmedizin, in der hochmoderne Magnetresonanztomographen (MRT) und Computertomographen (CT) im Dauereinsatz sind. Die enorme Abwärme dieser medizinischen Groß­geräte soll künftig nicht ungenutzt verpuffen: Die Entwickler planen, diese thermische Energie abzufangen und das gesamte Gebäudeensemble über eine nachhaltige Nahwärme­lösung emissionsarm zu heizen. Zudem machen bauliche Verbindungen zwischen den Einzelgebäuden die Raumnutzung des Areals effizienter. Ergänzt wird dieses Engagement durch den Neubau eines fünfstöckigen Wohnhauses auf dem Areal der ehemaligen AfA-Passage, dessen Fertigstellung ebenfalls bevorsteht.

Die Mietpreise für die Wohnungen im sanierten Gründerzeithaus werden voraussichtlich bei rund 15 Euro pro Quadratmeter liegen. Ein Preisniveau, das laut den Entwicklern notwendig ist, um die enormen Investitions- und Denkmalschutzkosten der Immobilie kostendeckend abzubilden. Günstiger Wohnraum lässt sich bei einem Vorhaben dieser Güteklasse unter den aktuellen Bau- und Zinsbedingungen wirtschaftlich nicht realisieren.

Das Projekt versteht sich als Teil eines ganzheitlichen Quartiersmanagements. Dass es nach einer intensiven Entwicklungsphase nun Realität wird, schreibt das Duo Schäfer und Deibert auch der kooperativen Haltung der Behörden zu. Sie dankten der Wormser Stadtverwaltung ausdrücklich für die jederzeit konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit.

Bürgermeisterin Stephanie Lohr fand bei ihrem Rundgang durch die fast bezugsfertigen Räume anerkennende Worte für das Vorhaben und betonte den Bezug zum städtischen Entwicklungskonzept:

„Hier wird ein wichtiges Stück unseres Nutzungs- und Entwicklungskonzeptes ‘Perspektive KW‘ konkret greifbar, das wir im Zuge des Projektes Worms wird Wow beauftragt haben. Die Leitlinie unseres Konzeptes sieht genau das vor: Wir wollen die traditionsreiche Wilhelm-Leuschner-Straße revitalisieren, indem wir attraktives Wohnen in der Innenstadt mit Dienstleistungen und hoher Aufenthaltsqualität verbinden. Mit diesem Projekt wird der angestrebte Wandel in unserer Innenstadt für die Wormserinnen und Wormser konkret physisch sichtbar. Es zeigt, wie moderner Denkmalschutz und innovative Energieeffizienz Hand in Hand gehen können.“