Ärger um Saatkrähen: CDU bringt das Thema in den Ortsbeirat
Eine Pressemitteilung der CDU Worms:

Ob in den Bäumen oder auf Hausdächern: Zahlreiche Krähen prägen inzwischen an mehreren Stellen das Bild in Horchheim. Die CDU-Ortsbeiratsfraktion will die damit verbundenen Belastungen zum Thema im Ortsbeirat machen. Foto: Monika Stellmann
Hunderte Saatkrähen in den Bäumen, Lärm und Verschmutzungen durch Kot: Die CDU-Ortsbeiratsfraktion sieht an mehreren Stellen in Horchheim wachsende Belastungen. Sie bringt das Thema deshalb in die nächste Sitzung des Ortsbeirats. Mit einem Antrag will sie erreichen, dass Bürger und Stadtverwaltung gemeinsam über die Situation und mögliche Handlungsspielräume sprechen.
Nach Einschätzung der Fraktion hat sich die Lage in den vergangenen Jahren verschärft. Als besonders betroffen nennt sie den Friedhof, den Marktplatz, Bereiche am Eisbach und am Kindergarten sowie das Umfeld des Schlafplatzes hinter dem Sportplatz. Die CDU verweist zudem auf Schäden an Kirschen, Saat und Getreide.
„Uns geht es darum, dass die Bürger ihre Probleme benennen können und erfahren, was tatsächlich getan werden kann“, sagt Monika Stellmann, Vorsitzende der CDU Horchheim/Weinsheim.
Welche Möglichkeiten hat die Stadt?
Dass für den Umgang mit Saatkrähen übergeordnete gesetzliche Vorgaben gelten, sei der Fraktion bewusst. Dennoch müsse geprüft werden, welche Möglichkeiten vor Ort bestehen. Wo der Stadt selbst Grenzen gesetzt seien, solle sie sich nach Auffassung der CDU bei den zuständigen übergeordneten Stellen für Lösungen einsetzen.
Auch Bürgermeisterin und Oberbürgermeister-Kandidatin Stephanie Lohr sieht die Kommunen hier nur begrenzt handlungsfähig. „Ich verstehe den Unmut über Lärm und Verschmutzung vollkommen. Wir als Stadtverwaltung würden hier sehr gerne viel entschiedener durchgreifen und spürbar handeln. Uns sind durch das strenge europäische und nationale Artenschutzrecht jedoch weitgehend die Hände gebunden. Die rechtlichen Hürden für Eingriffe oder Vergrämungen sind extrem hoch, und eigene Spielräume gibt es kaum. Wir schöpfen rechtlich aus, was möglich ist – bewegen uns aber in einem Rahmen, den wir nicht eigenmächtig überschreiten dürfen.“
Konkret beantragt die Fraktion ein offenes Informations- und Diskussionsformat. Die Verwaltung soll dort über die aktuelle Situation, rechtliche und praktische Handlungsmöglichkeiten sowie die Pläne der Stadt und übergeordneter Stellen informieren. „Wir wollen nicht einfach hinnehmen, dass die Belastungen für die Menschen zunehmen“, sagt Stellmann. „Wo es Handlungsspielräume gibt, sollten sie genutzt werden. Und wo der Stadt Grenzen gesetzt sind, müssen wir uns für Lösungen einsetzen.“
Der Antrag wurde von Fraktionssprecher Dr. Rupert Schnell und Monika Stellmann eingereicht.



