Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners auch in diesem Jahr

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Eine Pressemitteilung der Stadt Worms:

Maßnahmen im Stadtpark, Stadtwald und an Straßen ab Mitte dieser Woche

Auch in diesem Jahr führt die Stadtverwaltung Bekämpfungsmaßnahmen des Eichenprozessionsspinners durch. Die Arbeiten beginnen in dieser Woche und dauern etwa 14 Tage. Einen Schwerpunkt der Maßnahmen bildet der Stadtpark „Wäldchen“ mit angrenzendem Stadtwald, denn dort stehen besonders viele Eichen. Gleichzeitig sind Park und Wald zusammen das beliebteste Naherholungsgebiet für die Wormser Bevölkerung. Deshalb sind hier gezielte Maßnahmen besonders wichtig.

Klein, aber gemein – so könnte man die Raupen des Eichenprozessions-spinners beschreiben. Denn ab dem dritten Larvenstadium haben sie feine Brennhaare, die mit Widerhaken versehen sind und eine giftige Substanz enthalten. Diese kann beim Menschen schmerzhafte Hautauschläge und sogar asthmatische Reaktionen auslösen. Das Problem: Die Brennhaare können mit dem Wind bis zu 100 Meter weit verbreitet werden und landen dann zum Beispiel auch auf Rasenflächen. Sie sind zudem über Monate hin wirksam.

In den vergangenen Jahren hat sich der Schädling fast im gesamten Bundesgebiet stark ausgebreitet. Besonders betroffen sind Weinbaugebiete aufgrund ihres milden Klimas, wie eben auch Rheinhessen. Die Stadtverwaltung hat auf den Prozessionsspinner bereits früh reagiert und führt die jährlichen Bekämpfungsmaßnahmen seit dem Jahr 2008 durch.

Auch der Radweg zwischen den Stadtteilen Herrnsheim und Abenheim muss wieder behandelt werden, damit er ohne Einschränkungen genutzt werden kann. Des Weiteren werden rund 300 Eichen an Straßen und in Grünanlagen im übrigen Stadtgebiet gespritzt.

Für die Arbeiten muss es trocken und nicht zu windig sein. Die Ausbringung des Präparates erfolgt mittels ‚Sprühkanonen‘ von einem Fahrzeug aus. Als Pflanzenschutzmittel kommt ein biologisches Präparat auf Basis von Bacillus thuringiensis zum Einsatz. Dieses wird auch zur biologischen Schädlingsbekämpfung in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt, ebenso wie bei der Schnakenbekämpfung in den Rheinauen. Für Menschen, Säugetiere, Fische und Vögel ist das Präparat völlig ungiftig und darf daher ohne Auflagen auch entlang von Gewässern wie Badeseen und Bächen eingesetzt werden. Das Mittel ist außerdem ungefährlich für Bienen.