Es rockt gewaltig unter der Brücke

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Konzert mit Lendgold und Kopfecho

21. November 2015
BB on the Rockzz in Worms:

Seit einiger Zeit sorgen die beiden B‘s Bine und Björn dafür, dass es in Worms regelmäßig rockt. In ihrer Musikkneipe BB on the rockzz laden sie immer wieder regionale, als auch überregionale Bands ein, ihre Musik unters Volk zu bringen. Ende November waren es die beiden Bands Lendgold und Kopfecho, die es gewaltig krachen ließen.

Die Kölner Band Lendgold eröffnete den Abend mit ihrer Mischung aus Deutsch-Rock, Punk Einflüssen mit gelegentlichen Farbtupfern aus dem Hard Rock Genre. Markenzeichen des Trios, das 2012 den ersten Preis bei Köln rockt gewann, sind die unverwechselbaren Melodiebögen. Mit ihrer klassischen Bandbesetzung Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug erzeugten die Herren einen erstaunlich breiten Sound, doch Lendgold darauf zu reduzieren, wäre zu wenig. Lendgold wollen berühren, erzählen in ihren Songs von verlorenen Träumen, von der unerreichbaren Liebe und verletzten Gefühlen. Das ist sicherlich nicht neu, aber wohlklingend angerichtet. Die vor Ort vorhandene Fanbase tat ihr übriges, aus dem Konzert eine ordentliche Party zu machen. Deutlich härter klang das musikalische Universum des Düsseldorfer Quartetts Kopfecho, die bereits zum zweiten Mal im BB zu Gast waren. Dieses bewegt sich in den Gefilden eines wild groovenden Punk Rocks. Kopfecho selbst bezeichnen ihre Musik als Streetpop. Zuweilen wurden vage Erinnerungen an die deutsche Kult Band Die Toten Hosen wach, wobei Frontfrau Amelie mit ihrem aggressiv schnoddrigen Gesang immer wieder für Abgrenzung sorgte. Kleiner Höhepunkt des Abends war der kraftvolle Antirassismus Song „Ihr“, mit dem die Band auch jenseits der Düsseldorfer Stadtgrenzen Aufmerksamkeit erregte. Was besonders angenehm an diesen Konzert Abend auffiel, war die ausgelassenen Feierstimmung, was sowohl auf Publikum als auch auf die Bands zutraf.

Fazit: Ein kräftig rockender Konzertabend mit zwei tollen Bands, den das Publikum dem Engagement der beiden Bs zu verdanken hatte – und das Ganze bei freiem Eintritt.