Eine Pressemitteilung der CDU Worms:

In einer Atmosphäre der Geschlossenheit und Zuversicht hat die Wormser CDU ihre Kandidaten für die Kommunalwahl im Juni aufgestellt. Die CDU-Kreisvorsitzende Stephanie Lohr sagte: „Wir wollen gemeinsam machen, worauf es ankommt in schwierigen Zeiten.“ Und mit diesem Satz spielte sie bereits auf den Slogan an: „WOrauf es ankommt“, der bei der Veranstaltung auf einem großen Transparent erstmals öffentlich zu sehen war.

„WOrauf es ankommt“

Dr. Klaus Karlin, der bisherige Fraktionsvorsitzende, wurde erneut als Spitzenkandidat gewählt. Er nannte als klares Ziel, dass die CDU wieder stärkste Fraktion im Stadtrat werden soll. Die Kandidaten, von denen die ersten 30 auch Gelegenheit hatten, sich selbst kurz vorzustellen, gaben dabei auch persönliche, eigene Antworten auf den Wahlkampf-Slogan. „WOrauf es ankommt?“ Hierauf antwortete Karlin: „Auf uns alle“ und hielt später, beim Gruppenfoto mit allen Kandidaten, ein „Team Worms“-T-Shirt mit der Nummer 1 hoch.

Bei keinem Listenplatz gab es eine Gegenkandidatur. „Wir sind eine Partei, die zusammenhält, gemeinsam anpackt und die Herausforderungen unserer Zeit beherzt und mutig angeht und dabei realistisch bleibt“, fasste Lohr zusammen. Dieses Ziel spiegelte sich in der Kandidatenliste wider, die junge Talente ebenso wie erfahrene Kommunalpolitiker berücksichtigte. Ein Augenmerk gelegt wurde darauf, junge Kandidaten auf vordere Plätze zu bringen, was auch von den Mitgliedern honoriert wurde. 11 der ersten 30 Kandidatinnen und Kandidaten sind 40 und jünger. Bei den vorderen Listenplätzen, bei denen sich die Kandidaten selbst vorstellten, schnitt beispielsweise Jakob Weiler, einer der U-30-Kandidaten, am besten ab. Die Parität der Geschlechter werde einem Frauenanteil mit 36 Prozent nicht ganz erreicht, aber weiterverfolgt, sagte Lohr. Leider zweifelten Frauen noch immer zu oft daran, dass sie Mandat, Beruf und Familie unter einen Hut bringen können. Aus diesem Grund wolle sich die Partei auch dafür einsetzen, dass die Stadtratssitzung in der kommenden Legislatur erst um 17 Uhr und nicht mehr wie bisher um 15 Uhr beginne. Tatsächlich bewarben sich mehr Kandidaten für die CDU als es Sitze im Stadtrat gibt und somit auch Namen Platz auf der Liste haben. Daher wurden zusätzlich zu den 52 Listenplätzen noch fünf Kandidaten als Nachrücker gewählt.

Vielfältige Kandidaten-Mischung

Auf den ersten elf Plätzen der Liste stehen bekannte Namen, die alle auch bereits aktuell im Stadtrat vertreten sind. Die erfahrenen Kräfte Hans-Peter Weiler und Johann Nock erhielten besonders gute Ergebnisse in dieser Gruppe. Neben vielen weiteren bekannten Gesichtern gibt es auch Neuzugänge auf der Liste, darunter Nicole Uphoff-Selke, die mehrfache Olympia-Siegerin im Dressurreiten. In ihrer Vorstellung konzentrierte sie sich jedoch nicht auf ihre sportlichen Erfolge, sondern auf ihre Liebe zu Worms, ihrer neuen Heimatstadt und ihr Anliegen, Jugendliche vor den Gefahren von Drogen zu schützen.

Spitzenkandidat Dr. Klaus Karlin betonte die Fortschritte, etwa bei der Infrastruktur und dem Neubau von Kitas und der Sporthalle in der Carl-Villinger-Straße. Er warf aber auch einen Blick auf die finanziellen Herausforderungen. Dabei verwies er auf das strukturelle Defizit im 350-Millionen-Euro-Haushalt, in dem nur die vergleichsweise begrenzten Mittel von 25 Millionen für freiwillige Leistungen überhaupt einen Handlungsspielraum bieten. Er kritisierte Verzögerungen bei Neubauprojekten und Schwierigkeiten bei der Entwicklung neuer Baugebiete. Mit einer starken CDU-Fraktion will auch zukünftig für neue Wohngebiete und die Ansiedlung von Unternehmen kämpfen.

OB Adolf Kessel: Fraktion steht hinter mir

Oberbürgermeister Adolf Kessel, der an diesem Tag gerade aus der Partnerstadt Bautzen zurückgekehrt war, teilte seine Eindrücke vom Besuch. Die Arbeit für den dortigen OB, einen Parteikollegen, sei schwieriger geworden, weil sich die einst komfortable CDU-Mehrheit verringert habe und die AFD inzwischen die zweitgrößte Fraktion sei. Für Kessel machte das deutlich, wie wichtig eine starke CDU-Fraktion an seiner Seite ist. „Die Fraktion steht hinter mir“, sagte er mit Blick auf die aktuelle Lage. „Und darauf baue ich“, fügte er mit Blick auf die Zukunft an. Denn die schwierige Haushaltslage werde es nicht leichter machen. Wichtig sei auch eine lebendige, attraktive Innenstadt „wo Einkaufen und Kultur ein Erlebnis sind und wo es Spaß macht, hinzugehen.“

Lob von CDU-Landeschef Baldauf

Der CDU Landesvorsitzende Christian Baldauf lobte die Partei in Worms für ihre politischen Erfolge und die Besetzung wichtiger städtischer Ämter. Er griff die Kritik auf von Lohr, die auch Bürgermeisterin in Worms ist. Diese hatte die unzureichende finanzielle Unterstützung der Kommunen durch die Landesregierung angeprangert. Baldauf veranschaulichte: „Von den 20 höchst verschuldeten Städten in Deutschland liegen 11 in Rheinland-Pfalz“. In seiner Rede betonte er zudem die Bedeutung gemeinsamer gesellschaftlicher Werte, für die man einstehen müsse. Insbesondere sprach er die Relativierung und Verharmlosung der Gewalt der Hamas an, wie es im Rahmen einer Veranstaltung zum 9. November bei einem Schulbesuch in Frankenthal erlebt habe. Er kritisierte das geplante Bürgergeld, da es keinen Anreiz zur Arbeitsaufnahme biete. Die Ansiedlung des Unternehmens Eli Lilly in Alzey hob er als sehr positives Wirtschaftsbeispiel hervor. Mit Blick auf die SPD-Staatssekretärin Heike Raab forderte Baldauf eine umfassende Aufklärung zum Vorwurf der Einflussnahme auf die Berichterstattung des SWR.

Die CDU-Kandidaten für den Stadtrat (gewählt in dieser Reihenfolge):
Dr. Klaus Karin, Marion Hartmann, Marco Schreiber, Jeanine Emans-Heischling, Hans-Peter Weiler, Andreas Wasilakis, Monika Stellmann, Johann Nock, Iris Muth, Benedict Schulz, Dr. Jörg Koch, Klaus Harthausen, Rainer Eitelmann, Gerold Senn, Nicole Uphoff-Selke, Jakob Weiler, Markus Hornung, Sandra Stojanac, Matthias Matheis, Timo Sponheimer, Sascha Dupuis, Maria Cil, Jens Kneisner, Barbara Wirth, Daniel Belzer, Beatrice Grossmann, Michele Keller, Cathrin Scholze, Johannes Boxheimer, Tom Rogalla, Björn Krämer, Sebastian Kerber, Jochen Egelhof, Kathrin Makulla, Peter Rissberger, Sina Hornung, Yunus Icik, Tom Hens, Stefan Holtz, Erik von Wihl, Marita Tann, Lukas Karlin, Laura Belzer, Elisabeth Borlinghaus, Thomas Weber, Veronika Schreiber, Brigitte Finkel, Peter Karlin, Martina Hauzender, Norbert Hierse, Anette Denschlag, Armin Muth, Margret Holl, Anna Karlin, Bert Weber, Mahmut Kazan, Alois Lieth.


CDU-Kreisvorsitzende Stephanie Lohr (1. Reihe, rechts) und OB Adolf Kessel (1. Reihe, 4.v.re.) präsentieren unter dem Slogan „WOrauf es ankomt“ die Unions-Kandidaten für den Wormser Stadtrat mit Dr. Klaus Karlin (1. Reihe, Mitte, mit Team-Worms T-Shirt) an der Spitze. Foto: Jens Kowalski