Mehr Sicherheit und Flexibilität: CDU Worms will „Halten auf Zuruf“ im Busverkehr prüfen
Eine Pressemitteilung der CDU Worms:
Die CDU-Stadtratsfraktion Worms setzt sich für mehr Sicherheit und eine höhere Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs in den Abendstunden ein. Mit einem Prüfantrag für die nächste Sitzung des Stadtrates fordert die CDU die Stadtverwaltung auf, gemeinsam mit den Busbetreibern zu prüfen, ob das Modell „Halten auf Zuruf“ im Stadt- und Regionalbusverkehr eingeführt werden kann.
Gerade in den Abend- und Nachtstunden, insbesondere während der dunklen Jahreszeit, empfinden viele Fahrgäste den Weg von der Bushaltestelle nach Hause als unsicher. Längere Fußwege durch wenig belebte oder schlecht beleuchtete Bereiche stellen vor allem für ältere Menschen, Frauen und mobilitätseingeschränkte Personen eine Hürde dar.
„Das subjektive Sicherheitsgefühl sollte nicht an der Bushaltestelle enden“, betont Marco Schreiber, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion und Sprecher für Mobilität. „Wer abends oder nachts mit dem Bus unterwegs ist, soll möglichst kurze und sichere Wege nach Hause haben, gerade in den dunklen Jahreszeiten. Das Modell ‚Halten auf Zuruf‘ kann hier einen echten Mehrwert bieten besonders auch für mobilitätseingeschränkte und ältere Menschen.“
In mehreren deutschen Städten und Verkehrsverbünden wird dieses Modell bereits erfolgreich umgesetzt. Fahrgäste können dort in den Abendstunden auf Wunsch zwischen zwei regulären Haltestellen aussteigen – selbstverständlich nur dann, wenn der Ausstieg verkehrssicher möglich ist und der Busbetreiber zustimmt. Auch ist in den Abendstunden insgesamt weniger Verkehr, sodass der bereits eng getaktete Fahrplan nicht durcheinandergeworfen wird.
„Um das noch einmal ganz klar zu sagen: Sicherheit hat oberste Priorität“, so Schreiber weiter. „Ein Sonderausstieg darf nur an geeigneten und übersichtlichen Stellen erfolgen. Die Entscheidung muss beim Fahrpersonal liegen und eine Umsetzung ist nur im Einvernehmen mit den Busunternehmen möglich.“
Die CDU-Fraktion betont, dass es sich bewusst um einen Prüfantrag handelt. Ziel sei es, gemeinsam mit dem VRN und den Busbetreibern zu klären, ob und in welcher Form das Modell rechtlich, organisatorisch und betrieblich in Worms umsetzbar ist.
„Das ist ein gutes Beispiel für mehr Sicherheit und Flexibilität ohne finanziellen Mehraufwand“, erklärt Schreiber. „Ein solches Angebot steigert auch die Attraktivität unseres ÖPNV und kann dazu beitragen, dass mehr Menschen Bus fahren, statt das Auto zu nutzen.“
Über die Ergebnisse der Prüfung soll der Bau- und Mobilitätsausschuss informiert werden.



