Nibelungenfestspiele gGmbH der Stadt Worms: Gesellschafterausschuss über den positiven Jahresabschluss 2025 und die laufenden Vorbereitungen für die aktuelle Inszenierung informiert
Eine Pressemitteilung der Nibelungen-Festspiele:

„See aus Asche – Das Lied der Nibelungen“ 2025. Foto Bernward Bertram
Die Nibelungen-Festspiele haben im Betriebsjahr 2025 einen städtischen Zuschuss von rund 1.490.000 Euro erhalten. So lautet das Ergebnis des Jahresabschlusses, der am Mittwoch, 17. Juni dem Gesellschafterausschuss unter der Leitung des Oberbürgermeisters Adolf Kessel vorgestellt wurde. Die Geschäftsführung wurde einstimmig entlastet. Im restlichen Verlauf der Sitzung informierte Geschäftsführerin und Betriebsdirektorin Petra Simon über die laufenden Vorbereitungen für die am 17. Juli beginnende Festspielsaison 2026.
Die Nibelungen-Festspiele 2025 waren ein voller Erfolg: 100 Prozent Auslastung bereits eine Woche vor der Premiere und durchweg positive Kritiken von Feuilleton und Besuchern: Die Inszenierung „SEE AUS ASCHE – Das Lied der Nibelungen“ von Regisseurin Mina Salehpour – basierend auf dem Auftragswerk für die Nibelungen-Festspiele 2025 von Roland Schimmelpfennig – begeisterte das Publikum.
Mehreinnahmen bei den Sponsorenerträgen und bei den Umsatzerlösen trugen dazu bei, dass entstandene Kostensteigerungen im Jahresverlauf ausgeglichen werden konnten. Deshalb lag der städtische Zuschuss am Ende bei rund 1.490.000 Euro und damit deutlich unter dem geplanten Betrag. So das Ergebnis der Wirtschaftsprüfer, die den Jahresabschluss dem Gesellschafterausschuss am 15. Mai vorstellten. Dieser entlastete daraufhin einstimmig die Geschäftsführung.
Oberbürgermeister Adolf Kessel, der auch Vorsitzender des Gesellschafterausschusses ist: „Trotz Wirtschaftskrisen, einer weiterhin hohen Inflation und der allgemein schwierigen Haushaltslage jedes Jahr aufs Neue eine Inszenierung auf diesem Niveau und mit dieser Außenwirkung auf die Beine zu stellen, das ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist vielmehr das Ergebnis des hohen persönlichen Engagements des Leitungsteams um Geschäftsführerin Petra Simon, dem Intendanten Nico Hofmann, dem Künstlerischen Leiter Thomas Laue und dem Prokuristen Markus Reis sowie aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diszipliniert und verantwortungsbewusst mit den bereit gestellten Mitteln umgehen. Gleichzeitig jedoch auch jedes Jahr aufs Neue ausloten, was auf der imposanten Freilichtbühne vor dem Dom künstlerisch und technisch möglich ist. Und das zusammen macht die Festspiele zu einem spektakulären Leuchtturmprojekt für die Kulturlandschaft und zu einem relevanten Tourismus- und Wirtschaftsfaktor.“
Ausblick auf die Festspielsaison 2026
Im zweiten Teil der Sitzung gab Petra Simon dann noch einen Ausblick auf die laufenden Vorbereitungen für die diesjährige Inszenierung „DIE HUNNENKÖNIGIN“. Im Zentrum der Geschichte stehen Kriemhild, gespielt von Maria Dra?gus?, und der Hunnenkönig Etzel, verkörpert von Aram Tafreshian. Ihre intensive und vielschichtige Macht- und Liebesgeschichte wird von der Songwriterin Alice Merton und dem Komponist Alexander Wolfe live auf der Bühne musikalisch und gesanglich begleitet, gespiegelt und vertieft. Simon: „Ein großer Teil der Karten sind zwar bereits verkauft, aber da aktuell noch geblockte Kontingente sukzessive zurück in den Verkauf gegeben werden, lohnt es sich für Interessenten, immer mal wieder ins Ticketsystem zu schauen.“
Auch im begleitenden Kulturprogramm dürfe man sich, so Simon, auf große Namen freuen: Zu den Höhepunkten des Kulturprogramms 2026 zählen das Demokratiegespräch mit Philosoph Julian Nida-Rümelin am 18. Juli, das Rezitationskonzert „Landschaften“ mit Maria Schrader am 23. Juli sowie die musikalische Lesung „Den Göttern in die Seele blicken“ mit Verena Altenberger und Mavie Hörbiger am 1. August. Schrader spielte im ersten Festspieljahr 2002 die Kriemhild und ist bis heute dem Theaterfestival sehr verbunden. Weitere Programmpunkte sind die Theaterbegegnungen am 19. Juli, der Kinder- und Familientag am 26. Juli, das 20-jährige Jubiläum der Nibelungenhorde am 18. Juli, der Ferienworkshop „Nibelungen Buchwerkstatt“ in Kooperation mit der ALISA Stiftung, Vorträge der Nibelungenliedgesellschaft und begleitende Ausstellungen.




