Oh happy day

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„Worms singt“

24. Juli 2014
FEG Worms in der Prinz Carl Anlage:

Am Mittwoch, den 24. Juli 2014 konnte man gegen halb zehn Uhr abends beschwingt lächelnde Gesichter gut gelaunt das „Alte Kino“ der FeG (Freie evangelische Gemeinde Worms) der Prinz-Carl-Anlage verlassen sehen.

Zum dritten Mal hatten die Veranstalter von „Worms singt“ nun schon zum großen Wormser Chorabend eingeladen. Veranstaltet unter der Leitung von Andreas Werner, der an diesem Abend urlaubsbedingt ausfiel führte Thorsten Mühlberger mit seinen vier Bandkollegen bestens gelaunt und motiviert die Hobbysänger am Flügel durch den Abend. Aufgeteilt in drei Gruppen ging es je nach Stimmlage auf in die Übungsphase. Nacheinander wurden nun vier Lieder innerhalb der nächsten Stunde „einstudiert“: Nicht ohne vorher die Stimmbänder und Zwerchfell mit „Tschäääääng“ zu lockern und rhythmische Schenkelklopf-/ und Klatschübungen zu vollführen. Was zunächst wie ein wildes Gezappel aussah, verschmolz stetig zu einer homogenen, synchronen Masse. Los ging es an diesem Abend mit den vertrauten Klängen von Tina Turners „Simply the Best“, bei dem es Gesangsunterstützung durch Inge Henny gab, die den Chor, der an diesem Abend immerhin knapp 150 Hobbysänger umfasste, zeitweilig etwas zu viel mit ihrer souligen Kratzstimme beindrucken wollte. In Karaoke-Manier wurden die Liedtexte an die Rückwand der Bühne projiziert, was zwar bei den tempoerhöhten Strophen von Billy Joels „We didn´t start the fire“ nicht sonderlich half, so aber bei „Build me up Buttercup“, welches nicht sonderlich auf Bekanntheit stieß. Zur Freude der Kleinen, die übrigens bis zum 14. Lebensjahr freien Eintritt genießen, durften diese zum Welthit „We are the world“ mit auf die Bühne. Am kraftvollsten an diesem Abend schien mir der drei-stimmige Refrain von Robbie Williams´ „Let me entertain you“. Nach 1 ½ Stunden ging die Singerei dem Ende zu. Glücklich und entspannt verabschiedeten sich die „Wormsinger“ in die Sommerpause bis zur vierten Runde am 17. September 2014.

FAZIT: Wer neugierig geworden ist, dem sei gesagt, dass noch immer die Beschreibung der Erfahrung spottet und man sollte die paar Euro für einen ausgleichenden Abend voll tanzender Glückshormone investieren! Eine nicht alltägliche Situation und ein tolles Gefühl inmitten eines 150 Mann (+Frau) starken Chores. Es fühlte sich bisweilen an, als würden meine Töne getragen werden und Auftrieb bekommen inmitten des kollektiven Ganzen. Genau richtig nach Feierabend scheint es, neben dem Sport, wohltuend für Geist und Gemüt! Wäre doch ein Anreiz, die 450 Plätze zu füllen und sich Teil des größten Chors von Worms und Umgebung nennen zu können!

Christine Ziegler