Lucie Kölsch Musikschule feiert Richtfest im Silberborner Hof

Wenn alles gut geht, und danach sieht es im Moment aus, hat die Lucie-Kölsch-Musikschule bereits im Frühjahr 2024 nach jahrelanger Suche endlich wieder ein Heimat. Die wurde sogar maßgeschneidert und feierte bereits am 10. Oktober nach gerade mal acht Monaten Bauzeit ihr Richtfest.

Die Odyssee für die städtische Musikschule und ihren 1.200 Schülern begann im Frühling 2019, als nach einer Begehung der alten Stätte eklatante Mängel beim Brandschutz festgestellt wurden. Die kalkulierten Kosten überstiegen die finanziellen Möglichkeiten der Stadt, sodass die Musikschule auf verschiedene Standorte verteilt wurde. Nun kommt also wieder zusammen, was zusammengehört. Ermöglicht wird das durch die Anmietung des Silberborner Hof, auf dem die Wormser Timbra-Group in Kooperation mit der Rheinhessen Sparkasse ein Gebäude eigens für die Musikschule errichten. Die Stadt wird dementsprechend als Mieter auftreten. Verantwortlich für die rasche Umsetzung ist das Architekturbüro J.E. Deibert GmbH. Architekt Jörg Deibert betonte bei dem Richtfest, dass die Geschwindigkeit nur möglich war, da alle Teams und Behörden gut zusammengearbeitet haben. Zudem zeigte er sich von der Herausforderung begeistert, auf historischem Grund dieses Gebäude errichten zu dürfen. Marcus Walden, Rheinhessen Sparkasse, verwies darauf, dass die Grundmauern, auf denen das Gebäude steht, aus dem 18. Jahrhundert stammen. Tim Brauer, Timbra-Group, zeigte sich begeistert, ein weiteres „Worms-Projekt“ vorantreiben zu können. Da es bei einem Richtfest einer Musikschule geradezu zwingend ist, dass auch Musik zu Gehör kommt, durften fünf junge Musikerinnen mit Stücken von Haydn und Mozart gleich mal die Akustik des unfertigen Konzertsaals austesten. Und die, das kann man schon mal sagen, ist ziemlich gut. Während die Musik und die Grundmauern in der Vergangenheit verwurzelt sind, versprach Deibert, dass das technische Innenleben der Musikschule auf dem neuesten Stand gebracht wird. Schallschutz ist natürlich ebenso ein wichtiges Thema. Und da Schall nach oben steigt, haben Schüler des handfesten Schlagwerks zukünftig die Chance, im Gebäudeturm über den Dächern von Worms zu trommeln. Um der historische Bedeutung des Areals gerecht zu werden, wird zudem die Musikschule mit einer historischen Fassade verkleidet.

Bildergalerie:

Text und Foto: Dennis Dirigo Grafik: Büro Deibert