Udo Lindenberg auf Tourlaub

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Udo Lindenberg und das Panikorchester

18. Juli 2015
Commerzbank Arena in Frankfurt:

Drei riesige Stadionkonzerte in Berlin, Hannover und Frankfurt. Alle ausverkauft! Volle Hüt(t)e. Gefühlte 1001 Musiker zusammen mit dem Panik-Nuschler Nr. 1 auf überdimensionalen Bühnen mit Ufos, Schiffen, einem Eisbären, aufwendigem Lichtdesign, Projektionen auf 600 Quadratmeter großen LED Wänden und jede Menge Spezialeffekte bereiteten den Rahmen einer Übershow.

Zum Auftakt schwebte Udo Lindenberg zum Sound von „Odyssee“ aus 50 Metern Höhe über seinen Fans in die Arena und landete auf einem 30 Meter langen Laufsteg, inmitten seiner Panikparty-Fans. Begleitet von Gästen wie ERIC BURDON (We gotta get out of this place), HELGE SCHNEIDER (Der Greis ist heiß), ADEL TAWIL (Bunte Republik Deutschland), CLUESO (Cello) oder BÜLENT CEYLAN feierte er mit seinem Panikorchester („100 Jahre betreutes Rocken“) ein Fest der Superlative mit insgesamt mehr als 20 Musikern und Tänzern auf der Bühne. Es folgten drei spektakuläre Konzertstunden in der – laut Udo – „Panik-Hauptstadt Frankfurt“. Mit der Odyssee packte er seine große Familie direkt am Kragen und schob das gesamte Stadion von Null auf Hundert. Alle Klassiker aus der langen Lindenbergschen Karriere wurden ausgepackt. „Die Heizer kommen“, „Boogie-Woogie-Mädchen“, „Mein Ding“, „Ich lieb dich überhaupt nicht mehr“, „Ganz anders“. Der WOW-Moment des Abends war ganz klar „Wozu sind Kriege da“, als Udo mit seinem Kinderchor inmitten eines riesigen Lichtermeers stand, das in dem abgedunkelten Stadion dem Universum mit seiner Sternengalaxie glich. Irre schön! Volle Ladung dann wieder mit „Straßenfieber“. Natürlich fehlten bei einem Humanisten wie Udo deutliche Statements und soziales Engagement nicht. Er ist einer, der sich schon immer gerne eingemischt und als Künstler eindeutig Stellung gegen Rechts bezogen hat. Mit dem gänzlich neuen Song „Wir werden jetzt Freunde“ wies der Häuptling der Lindianer auf das Schicksal von Flüchtlingen in Deutschland hin. Große Emotionen an einem Abend, der keine Wünsche offen ließ! Weitere Zugaben vom Herrn und Meister und seiner „Gang wie Blitz und Donner“ (O-Ton Udo) waren der „Sonderzug“, „Reeperbahn“ oder „Alles klar auf der Andrea Doria“. Man kann einfach nicht anders, als diesen wunderbaren Menschen ins Herz zu schließen. Dieser Abend war wieder einmal große Udopie!

Fazit: Es war DAS Sommerkonzert 2015 mit dem Panikpräsidenten himself, ein paar Dutzend Musikern, Tänzern und Gästen sowie 45.000 Zuschauern! Ein Wahnsinn, welche Organisation hinter dieser Show steckte. Nicht von dieser Welt!