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„Unsere Stadt verdient mehr als 44,1 Prozent“

Eine Pressemitteilung von Worms will weiter:

Der erste Wahlgang ist entschieden: Am Sonntag, 27. September 2026, treten Stephanie Lohr (CDU) und Timo Horst (SPD) in der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters gegeneinander an. Doch neben dem Ergebnis der Kandidaten bleibt eine Zahl zurück, die uns alle beschäftigen sollte: Nur 44,1 Prozent der Wahlberechtigten haben ihre Stimme abgegeben. Nicht einmal jeder zweite wahlberechtigte Wormser hat über die künftige Spitze unserer Stadt mitentschieden.

Von 63.386 Wahlberechtigten gingen lediglich 27.957 zur Wahl. 35.429 Menschen blieben den Wahlurnen fern. Damit gab es in Worms 7.472 mehr Nichtwähler als Menschen, die ihre Stimme abgegeben haben. Schon 2018 war die Beteiligung mit 45,6 Prozent niedrig. Nun ist sie noch einmal gesunken.

„Diese Zahlen tun weh. Wir alle reden darüber, was in Worms gut läuft, was uns ärgert und was dringend besser werden muss. Aber am Wahltag bleibt die Mehrheit zu Hause. Wer etwas verändern, stärken oder bewahren möchte, muss seine Stimme auch nutzen“, erklärt Mathias Englert, Fraktionsvorsitzender von Worms will weiter. Besonders alarmierend ist die Lage in der Innenstadt. In Worms-Nord lag die Wahlbeteiligung bei gerade einmal 24,0 Prozent. Im Stadtzentrum waren es 26,6 Prozent, in Worms-Süd 28,0 Prozent und im Bereich Innenstadt Südwest 29,5 Prozent. Das bedeutet: In mehreren Teilen unserer Stadt haben mehr als sieben von zehn Wahlberechtigten nicht gewählt. In Worms-Nord ging sogar nur etwa jeder Vierte zur Wahl.

„Gerade die Menschen in der Innenstadt erleben jeden Tag unmittelbar, was kommunalpolitische Entscheidungen bedeuten. Es geht um Sauberkeit und Sicherheit, um bezahlbares Wohnen, um lebendige Straßen und Plätze, um Handel, Kultur, Verkehr und ein gutes Miteinander. Deshalb ist es so wichtig, dass gerade dort viel mehr Menschen ihre Stimme erheben“, so Englert.

Am 27. September geht es nicht um irgendeine Personalentscheidung. der künftige Oberbürgermeister wird für acht Jahre gewählt. Acht Jahre lang steht diese Person an der Spitze der Stadtverwaltung, führt den Vorsitz im Stadtrat, repräsentiert Worms und prägt maßgeblich die Entwicklung unserer Stadt.

Eine Demokratie läuft nicht von allein. Sie muss gelebt und gepflegt werden – von möglichst vielen Menschen. Wählen zu gehen ist dabei der einfachste und zugleich wichtigste Beitrag, den jeder Einzelne leisten kann.

Worms will weiter tritt bei dieser Wahl bewusst ohne eigenen Kandidaten an. Der ursprünglich vorgesehene Kandidat Peter Englert hatte sich aus familiären Gründen gegen eine Kandidatur entschieden. Der Verein verzichtete anschließend auf eine kurzfristige Ersatzlösung. Das Amt des Oberbürgermeisters ist zu wichtig für eine improvisierte Kandidatur wenige Wochen vor der Wahl. Unser Name steht deshalb diesmal nicht auf dem Stimmzettel. Die Zukunft unserer Stadt sehr wohl.

„Ob man Stephanie Lohr oder Timo Horst wählt, entscheidet jeder Mensch für sich. Aber gar nicht zu wählen, darf nicht die Antwort sein“, betont Mathias Englert. „Gehen Sie am 27. September wählen. Erinnern Sie Ihre Familie, sprechen Sie mit Ihren Freunden und Nachbarn. Nehmen Sie jemanden mit zum Wahllokal oder helfen Sie bei der Beantragung der Briefwahl. Machen wir gemeinsam deutlich: Worms und seine Zukunft sind uns nicht egal.“

Briefwahl kann bereits jetzt beantragt werden: Briefwahlunterlagen für die Stichwahl können bereits jetzt online über das Portal der Stadt Worms oder per E-Mail beantragt werden. Der Versand beginnt, sobald die neuen Stimmzettel vorliegen.

Das Briefwahlbüro im Wormser Rathaus, Zimmer 221 im zweiten Obergeschoss, öffnet am Mittwoch, 16. September 2026, um 12 Uhr wieder für persönliche Besuche und die direkte Stimmabgabe.

Montag bis Donnerstag: 8 bis 16 Uhr

Freitag: 8 bis 12 Uhr

Freitag, 25. September: 8 bis 18 Uhr