„Worms Stück für Stück“: Die Heiligen Drei Könige
Eine Pressemitteilung der KVG Worms:
Wer waren die mysteriösen Bewunderer von Jesus, deren Eintreffen jedes Jahr am 6. Januar gefeiert wird? Drei an der Zahl sollen es gewesen sein: Melchior, Balthasar und Caspar. Als Könige seien sie gekommen, so heißt es, um den neugeborenen Christus mit Gold, Weihrauch und Myrrhe zu beschenken.
Die Heiligen Drei Könige (katholisch) oder auch die Weisen aus dem Morgenland (evangelisch) gelten in der christlichen Weihnachtsgeschichte, nach dem Matthäusevangelium, als die von einem Stern zu Jesus geleiteten Gelehrten (im griech. Originaltext magoi, Magier).
Im Allgemeinen ist jedoch weder die Dreizahl noch die exakte Herkunft der Personen geklärt. Die Dreizahl der Gelehrten wird aufgrund der in Matthäus 2,11 beschriebenen Geschenke, die denen eines Königs würdig seien, angenommen. Gold ehrt Jesus besonders, da es als hochwertig und rein gilt. Weihrauch steht bei seiner Verbrennung für Reinigung, Verehrung und Gebet. Myrrhe, ein bitterer Saft, verströmt nicht nur einen angenehmen Duft, sondern wirkt auch entzündungshemmend.
Darüber hinaus sind die Namen Caspar (persisch: Schatzmeister), Melchior (hebräisch: Lichtkönig) und Balthasar (akkadisch: Gott erhalte den König) erst ab dem 6. Jahrhundert belegt. Zum einen können die Gelehrten für die drei Lebensabschnitte stehen: Jüngling (Melchior), Mann im mittleren Alter (Balthasar) und alten Mann (Caspar). Zum anderen werden sie auch als Vertreter der Kontinente und somit „der Menschheit“ benannt (Europa, Asien und Afrika).
Was ihnen auch immer für eine Bedeutung zugeschrieben wird, sie sind aus der modernen Weihnachtsgeschichte nicht wegzudenken. Die von Aloys Riffarth von 1920 bis 1960 in Mönchengladbach aufwendig modellierten Sternendeuter sind nun für einen Monat im Museum zu bestaunen.

Text: Jennifer Trenkel
Bild: Museum Andreasstift, Claudia Weissert




