Wormser Damen 30 gehören zu den vier besten Teams Deutschlands
Eine Pressemitteilung des TC Bürgerweide:

Hochklassiges Tennis, volle Ränge und ein dramatisches Ende: Am Wochenende des 5. und 6. September wurde die Anlage des TC Bürgerweide Worms zum Schauplatz der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Damen 30. Beim Final Four trafen die vier besten Mannschaften Deutschlands aufeinander und kämpften um den nationalen Titel.
Neben dem Gastgeber TC Bürgerweide Worms waren der Potsdamer Tennisclub Rot-Weiss, der TC Kaiserswerth und der TC Rot-Weiß Eschenried für die Endrunde qualifiziert. Für die Wormserinnen war bereits die Teilnahme ein besonderer Erfolg: Als Meister der Regionalliga Südwest hatten sie sich erstmals für das Final Four qualifiziert – und durften dieses ausgerechnet vor heimischem Publikum austragen.
Als Favorit ging Potsdam mit einem international erfahrenen Kader ins Turnier. Auch Kaiserswerth war unter anderem mit zwei ehemaligen niederländischen WTA-Spielerinnen stark besetzt. Worms und Eschenried traten dagegen ausschließlich mit deutschen Spielerinnen an.
Den Auftakt des Final-Four-Wochenendes bildete bereits am Freitagabend, 4. September, eine Players Night im Restaurant Parthenon. Dort kamen die vier Mannschaften erstmals zusammen und stimmten sich gemeinsam auf die bevorstehenden Begegnungen ein. Auch Worms’ Sportdezernent Timo Horst sowie Jan Hanelt, Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB), begrüßten die Spielerinnen.
Am Samstagmorgen fiel schließlich die Entscheidung über die Halbfinalpaarungen: Bei der Auslosung erwischten die Wormserinnen mit dem TC Kaiserswerth einen der stärksten Gegner des Teilnehmerfeldes.
Kaiserswerth zu stark im Halbfinale
In der ersten Einzelrunde standen Eva Meffert, Julia Renz und Janine Steigleiter auf dem Platz. Meffert hielt gegen eine ehemalige Weltranglistenspielerin lange dagegen, musste sich letztlich jedoch geschlagen geben. Auch Renz konnte ihre stark aufspielende niederländische Gegnerin nicht bezwingen. Den ersten Punkt für Worms holte dagegen Steigleiter, die mit druckvollem und kontrolliertem Spiel souverän in zwei Sätzen gewann.
In der zweiten Runde musste sich die nach einer Verletzungspause noch nicht vollständig fitte Nina Stepp einer weiteren starken Niederländerin geschlagen geben. Auch Christina Chrissostomou verlor ihr Einzel. Miriam Lüdemann hielt die Wormser Hoffnungen mit einem souveränen Zwei-Satz-Sieg am Leben.
Beim Stand von 2:4 mussten die Gastgeberinnen alle drei Doppel gewinnen, um noch ins Finale einzuziehen. Julia Denne und Christina Chrissostomou holten einen weiteren Punkt für Worms. Eva Meffert und Julia Renz mussten sich dagegen geschlagen geben. Auch Miriam Lüdemann und Nina Stepp boten den beiden niederländischen Spielerinnen auf der Gegenseite lange Paroli, konnten die Partie aber nicht mehr drehen.
Mit 6:3 setzte sich Kaiserswerth durch und zog ins Endspiel ein. Für Worms blieb am Sonntag das Spiel um Platz drei.
Physiotherapeut macht das Team wieder fit
Die Belastung des Final-Four-Wochenendes stellte die Spielerinnen vor eine besondere Herausforderung. Statt eines regulären Punktspieltages mussten innerhalb von zwei Tagen jeweils Einzel und Doppel auf höchstem Niveau bestritten werden.
Eine wichtige Rolle spielte deshalb Physiotherapeut Jörg Hefft, der das Team begleitete, die Spielerinnen behandelte und half, sie für den zweiten Turniertag wieder fit zu bekommen.
Fünf Matchbälle fehlen zu Platz drei
Im kleinen Finale gegen den TC Rot-Weiß Eschenried entwickelte sich schließlich ein echter Tennis-Krimi. Eva Meffert musste sich nach einem starken Match erst im Champions-Tiebreak geschlagen geben. Auch Julia Renz verlor ihr Einzel. Janine Steigleiter kämpfte trotz Wadenproblemen weiter und sicherte Worms den ersten Punkt.
In der zweiten Einzelrunde musste Nina Stepp ihr Match körperlich angeschlagen kurz vor Schluss aufgeben. Christina Chrissostomou kämpfte sich bis in den Champions-Tiebreak, unterlag dort jedoch knapp. Miriam Lüdemann hielt Worms mit einem Zwei-Satz-Sieg im Rennen.
Beim Stand von 2:4 war die Ausgangslage vor den Doppeln damit dieselbe wie am Vortag: Alle drei Partien mussten gewonnen werden. Dass dies keineswegs unmöglich war, hatten die Wormserinnen mit ihrer Doppelstärke bereits während der gesamten Saison bewiesen.
Und tatsächlich begann die Aufholjagd. Eva Meffert und Julia Renz gewannen ihr Doppel souverän in zwei Sätzen. Auch Miriam Lüdemann und Nina Stepp holten ihren Punkt – plötzlich stand es 4:4.
Die Entscheidung über Platz drei fiel damit im letzten noch laufenden Doppel. Janine Steigleiter und Christina Chrissostomou lieferten sich mit ihren Gegnerinnen ein packendes Duell, das schließlich im Champions-Tiebreak entschieden werden musste.
Dort war der dritte Platz zum Greifen nah: Gleich fünf Matchbälle hatten die Wormserinnen, konnten jedoch keinen davon verwandeln. Eschenried wehrte alle fünf ab und nutzte anschließend den ersten eigenen Matchball. Mit 5:4 ging Platz drei damit denkbar knapp an den TC Rot-Weiß Eschenried.

Große Unterstützung auf der Wormser Anlage
Trotz der beiden Niederlagen wurde das Final Four für den TC Bürgerweide zu einem besonderen Abschluss einer außergewöhnlichen Saison. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer begleiteten die Mannschaft über das gesamte Wochenende und sorgten insbesondere beim dramatischen Spiel um Platz drei für eine besondere Atmosphäre auf der Anlage.
Der Erfolg war zugleich das Ergebnis einer großen Gemeinschaftsleistung. Trainer Fabian Gorga begleitete und coachte die Mannschaft während der gesamten Saison und auch beim Final Four. Der 1. Vorsitzende Sascha Kaiser verantwortete wesentliche Teile der Organisation des Turnierwochenendes. Unterstützung kam zudem vom Tennisverband, von der Tennisschule Thomas Petzold sowie von zahlreichen Helferinnen und Helfern des Vereins. Oliver Thurow sorgte bereits früh am Morgen für optimale Platzbedingungen, während auch ein Besaitungsservice während des Wochenendes zur Verfügung stand.
Mit Ilse Lang durfte der TC Bürgerweide am Sonntag zudem einen besonderen Ehrengast auf der Anlage begrüßen, der die Wormserinnen vor Ort unterstützte.
Ein Dank der Mannschaft gilt darüber hinaus ihren Sponsoren. Hanse Haus unterstützte das Team über die gesamte Saison finanziell. Auch die Sparkasse und Reifen Mast trugen mit ihrem Engagement zum erfolgreichen Saisonverlauf bei.
Am Ende fehlten den Wormserinnen nur wenige Punkte zum Podestplatz. Die sportliche Bilanz der Saison schmälert das kaum: Als Meister der Regionalliga Südwest qualifizierte sich der TC Bürgerweide erstmals für das Final Four und gehörte damit zu den vier besten Damen-30-Mannschaften Deutschlands.
Dass die Wormserinnen im entscheidenden Spiel um Platz drei bis zum letzten Ballwechsel mithielten und fünf Matchbälle zum 5:4-Gesamtsieg hatten, unterstreicht, wie knapp sie an einem Platz auf dem Podium vorbeischrammten. Für den TC Bürgerweide bleibt damit eine Saison, die einen besonderen Platz in der Vereinsgeschichte einnehmen



