Zwischen Hüpfburg und Punk

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Das Rheinradeln-Programm 2018 im Herrnsheimer Schloss

06. Mai 2018 | Worms-Herrnsheim:

Nachdem das Rheinradeln im letzten Jahr von kühlen Temperaturen und Regentropfen dominiert wurde, gehörte in diesem Jahr die Sonnenschutzcreme zur unbedingten Ausstattung, um die 25 Kilometer lange Strecke ohne Blessuren zu bewältigen.

Wem es letztlich zu warm oder schlicht und ergreifend zu bequem war, um in die Radlerkluft zu steigen, konnte es sich aber auch bei dem herrlichen Wetter im Herrnsheimer Schloss gemütlich machen – so auch der WO! Redakteur. Dort gab es mal wieder ein buntes Programm für Jung und Alt. Auf die Kleinsten warteten auf der Rückseite des stolzen Schlosses eine Hüpfburg, ein XXL-Kicker und weitere Überraschungen. Die zeigten sich auch dankbar ob des Angebotes und sorgten für mächtig viel Leben auf der saftig grünen Wiese. Auf die älteren Gäste wartete derweil ein buntes Musikprogramm, das von der Big-Band der Lucie-Kölsch-Musikschule eröffnet wurde. Den musikalischen Rahmen bildete sozusagen das Duo Flo und Chris. Mit Songs, wie z.B. dem Klassiker „Bohemian Rhapsody“, wagte man sich an komplexe Werke der Musikgeschichte. Das Rezept: minimalistisch arrangiert, stellte man einfach die sehnsuchtsvolle Melodie in den Vordergrund, statt an Queens üblichem Pathos zwangsläufig zu scheitern. Für einen gemütlichen Sonntagnachmittag mit Freunden einfach perfekt. Als etwas schwieriger, wenn auch gelungen, zeigte sich der Auftritt der jungen Hitzköpfe von „Andy’s Sister“. Bereits die ersten Takte machten deutlich, dass man keine Picknick-Atmosphäre aufkommen lassen wollte, und man gab den Gästen mit einem punkaffinen Sound ordentlich was auf die Zwölf. Das verleitete zwar den einen oder anderen Gast dazu, seine Zeit erstmal im Schlosspark zu verbringen. Es war aber dennoch eine willkommene Abwechslung zur üblichen Covermusik. Ansonsten tummelten sich auf der Bühne jede Menge akrobatisch veranlagte Menschen, die mal mit Breakdance, mal mit Kampfsportaufführungen begeisterten.

Fazit: Das Wetter stimmte, das Programm stimmte, aber leider war das Bier am SPD eigenen Stand bereits um 13:30 Uhr leer. Glücklicherweise waren das nicht der einzige Stand und das einzige Getränk, um durstigen Kehlen zu helfen.