Rund 81 Millionen Euro für Worms: Koalition will neue Investitionschancen entschlossen nutzen

Die Wormser Stadtratskoalition aus CDU, SPD und Worms will weiter sieht im „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ eine  große Chance, zentrale Vorhaben für die Stadt Wirklichkeit werden zu lassen. Durch das beschlossene Sondervermögen erhält Worms ca. 81 Millionen Euro – zweckgebunden für kommunale Investitionen, die sich im Rahmen der vom Land definierten Förderbereiche bewegen. Dazu gehören unter anderem der Bevölkerungsschutz, die Bildung, der Ausbau der digitalen Infrastruktur, die Modernisierung von Verwaltungsabläufen, die energetische Erneuerung öffentlicher Gebäude, die Verbesserung der verkehrlichen Anbindung sowie Maßnahmen zur Stärkung der kommunalen Daseinsvorsorge.

Die Koalitionsfraktionen haben angekündigt, gemeinsam mit der Stadtverwaltung ein konkretes Umsetzungskonzept zu erarbeiten, das die zur Verfügung stehenden Mittel strukturiert, zielgerichtet und nachhaltig einsetzt. Ein erstes Projekt, das nun politisch auf den Weg gebracht werden soll, ist die konkrete Prüfung der Umsetzungsmöglichkeiten eines Jugendzentrums. Dieses Vorhaben wird bereits seit mehreren Legislaturperioden in der Stadtpolitik diskutiert und hat es bislang nie über das Planungsstadium hinausgeschafft. Insbesondere konnte das vorgesehene Grundstück in der Nähe des Bahnhofs nicht von der Bahn erworben werden. Zudem sind die geschätzten Baukosten für das Zentrum erheblich gestiegen. Nun geht es darum, ergebnisoffen insbesondere Bestandsimmobilien zu prüfen, um die Realisierung eines Jugendzentrums zu ermöglichen. Für uns alle ist das Jugendzentrum ein langgehegter Wunsch, für den wir bisher nie die Mittel hatten. Aus diesem Grund haben wir das Projekt auch in unserem Koalitionsvertrag als Ziel formuliert.“, so Dr. Klaus Karlin, Vorsitzender der CDU Fraktion. Auch für Worms will weiter ist das Jugendzentrum ein zentrales Anliegen, das nun in Zusammenarbeit mit den Koalitionspartnern konkretisiert wird.

„Wir haben dieses Thema über viele Jahre beharrlich auf die Tagesordnung gesetzt. Schon zu Zeiten des Bürgerforums war das Jugendzentrum ein fester Bestandteil unserer politischen Arbeit. Ein Jugendzentrum bedeutet Vertrauen in die junge Generation dieser Stadt und es setzt ein Zeichen, dass wir auch in finanziell schwierigen Zeiten an die Zukunft denken“, so Mathias Englert, Fraktionsvorsitzender von Worms will weiter.

„Der Rheinland-Pfalz-Plan eröffnet uns Möglichkeiten zur Realisierung verschiedener Maßnahmen und Projekte. Das Jugendzentrum ist eines davon. Wir haben jetzt endlich eine Perspektive, dieses Vorhaben, das wir schon lange umsetzen wollen, anzugehen und damit einen Meilenstein zu erreichen, Ein Schritt weiter in Richtung familienfreundlichste Stadt.“, ergänzt Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der SPD-Fraktion Dirk Beyer.

Die Koalition will die Fördermittel konzentriert auf zentrale Projekte verteilen und damit einen großmöglichen nachhaltigen Effekt erreichen. Damit kann das Jugendzentrum auch nur ein Projekt sein. In Summe ist die Bedarfsliste der Stadt seit Jahren lang. So stehen der Neubau der Hauptfeuerwehrwache, diverse Schulbauten sowie die Sanierung des Rathauses konkret an. Die Digitalisierung der Verwaltung oder des Klinikums sowie Investitionen in den Wirtschaftsstandort sind ebenso dringlich.

„Wir sehen in den Mitteln insgesamt eine große Chance, um strukturelle Herausforderungen in Worms entschlossen anzugehen. Es gilt nun Kluge und zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen und damit nachhaltig in die Zukunft unserer Stadt zu investieren. Das Jugendzentrum ist hier ein Baustein, den wir gerne verwirklicht sehen würden.“, betont Dirk Beyer, Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender der Wormser SPD.

„Die Möglichkeit, jetzt ernsthaft über ein Jugendzentrum sprechen zu können, ist für uns ein wichtiger Fortschritt. Wir verbinden damit nicht nur einen langjährigen politischen Auftrag, sondern auch das Ziel, jungen Menschen in Worms einen verlässlichen Ort zu schaffen, der sie stärkt und begleitet“, so Mathias Englert von Worms will weiter.

„81 Millionen sind in Anbetracht der anstehenden Großprojekte nur auf den ersten Blick viel Geld. Allein für den Neubau des Bildungszentrums oder der Hauptfeuerwehrwache bräuchten wir schon doppelt so viel. Uns ist wichtig, verantwortungsvoll und nachhaltig das Geld einzusetzen und wir danken unseren Dezernenten, dass sie genau mit diesem Ansatz an die Prüfung gehen.“ erklärt Dr. Klaus Karlin, Fraktionsvorsitzender der Wormser CDU.

„Wir sehen darin eine echte Möglichkeit, wichtige Vorhaben voranzutreiben und mit dem Geld Worms ein Stück besser zu machen. Diese Chance wollen wir gemeinsam ergreifen“, so das gemeinsame Fazit der drei Fraktionsvorsitzenden.

 

Titelbild: KI generiert