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Dirk Beyer besucht Pflegeschule in Worms: Gute Pflegeausbildung braucht verlässliche Unterstützung

Eine Pressemitteilung des MdL Dirk Beyer:

: Dirk Beyer MdL, Knuth Heinrichs (Schulleitung), Anke Gallik (stellvertretende Schulleitung). Foto SPD

Der SPD-Landtagsabgeordnete Dirk Beyer hat die Zentrale Ausbildungsstätte für Pflegeberufe für Rheinhessen und die Pfalz in Trägerschaft der Klinikum Worms gGmbH besucht, um sich mit der Schulleitung und Lehrkräften über die aktuellen Herausforderungen in der Pflegeausbildung auszutauschen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Rahmenbedingungen, die für eine erfolgreiche Ausbildung und die Gewinnung dringend benötigter Pflegefachkräfte verbessert werden müssen.

Die Pflegeschule verfügt insgesamt über 250 Ausbildungsplätze, die sich auf die Standorte Worms, Frankenthal und Grünstadt verteilen. Davon entfallen 170 Plätze auf den Standort Worms, von denen derzeit 157 besetzt sind. Die Ausbildung zur Pflegefachkraft dauert drei Jahre, die Ausbildung zur Krankenpflegehelferin beziehungsweise zum Krankenpflegehelfer ein Jahr.

Ein wichtiges Anliegen der Pflegeschule ist die Einführung von Schulsozialarbeit an Pflegeschulen. Viele Auszubildende stehen neben ihrer Ausbildung vor persönlichen, familiären oder finanziellen Belastungen. Schulsozialarbeit könnte sie gezielt unterstützen und dazu beitragen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.

Auch die Betreuungszeiten in Kindertagesstätten wurden thematisiert. Gerade Auszubildende mit Kindern seien auf Betreuungsangebote angewiesen, die mit den Unterrichts- und Praxiszeiten in der Pflege vereinbar sind. Hier besteht aus Sicht der Gesprächspartner Handlungsbedarf.

Darüber hinaus berichteten die Verantwortlichen von Problemen bei Anerkennungsverfahren durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Verzögerungen und bürokratische Hürden erschwerten den Schulbetrieb und sollten überprüft werden.

Ein weiteres Thema war die Digitalisierung. Zwar seien digitale Lehr- und Lernangebote inzwischen fester Bestandteil der Ausbildung, es fehle jedoch an Systemadministratoren, die die technische Infrastruktur betreuen und bei IT-Problemen unterstützen. Diese Aufgaben könnten nicht dauerhaft von Lehrkräften übernommen werden.

Besonders kritisch sehen die Verantwortlichen den künftig geltenden Stellenschlüssel in der einjährigen Pflegehelferausbildung, der auf bundesrechtlichen Vorgaben basiert. Die Pflegeschule sprach sich für eine landesrechtliche Übergangsregelung aus, damit die neuen Vorgaben nicht unmittelbar greifen und den Schulen ausreichend Zeit für die Umsetzung bleibt.

Dirk Beyer betonte abschließend: „Eine hochwertige Pflegeausbildung ist eine zentrale Voraussetzung, um dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen wirksam zu begegnen. Dafür brauchen die Pflegeschulen verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und eine gute personelle und technische Ausstattung. Die angesprochenen Herausforderungen nehme ich gerne mit in meine parlamentarische Arbeit.“