Beam me up, Willi

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„Alarm im Weltall“ mit Musik von BiusK und Patrick Schimanski

3. November 2013
Die Funzel in Worms:

Eine nicht alltägliche Filmvorführung mit musikalischer Untermalung fand am Sonntagabend in der Funzel statt. Das Weltall und unendliche Weiten sind die Abenteuer von BiusK und Patrick Schimanski.

Als „Science-Fiction Music“ wurde das musikalische Programm zum Wochenausklang in der Funzel angekündigt und so war auch das Publikum gespannt, was da auf einen zukommt. Die Idee der Musiker von BiusK Michael Koch (Tapguitar) & Volker Schumacher (Gitarre) und Patrick Schimanski (Schlagzeug) war jedenfalls einfallsreich. In der leider nicht so prall gefüllten Funzel, in die sich vielleicht 20 Leute verirrten, bauten sie eine Leinwand mit Beamer auf und zeigten den Science-Fiction-Pionierfilm „Forbidden Planet“. Die Musiker selbst nutzten diesen Film, seinen Soundtrack und die Dialoge, um ihre eigene Musikinterpretation obendrauf zu packen. Ein gewagtes, aber durchaus gelungenes Experiment über fast 99 Minuten Spielzeitlänge. Vor allem der Theatermusiker Schimanski wusste mit seiner dynamischen Spielweise und seinen einzigartigen Sounds, die er extra der NASA-Homepage entnommen hatte, zu überzeugen. Der Film aus dem Jahr 1958 und die beiden anderen gut aufgelegten Musiker taten ihr Übriges, um eine wahrlich einzigartige Atmosphäre zu schaffen. Zwar schauten einige der anwesenden Zuschauer etwas merkwürdig hinsichtlich der Art des Films, denn es ist ja nicht jeder Weltall-Fan. Für den Rest war es ein Abend mit Leslie Nielsen als Raumschiffkapitän, revolutionärer Special-Effekt Technik, von der unter anderem auch „Star Trek“ inspiriert wurde, und guter Musik. Am Ende durfte der kleine WO!-Redakteur, der gerade diesen Artikel in seiner Mittagspause abtippt, auf besonderen Wunsch von Funzelchef Willi noch „Heroes“ von Bowie mit den Musikern trällern. It was a pleasure…

FAZIT: Guter Versuch, der aufgrund geringer Besucherresonanz wohl in der Luft verpufft ist. Sei‘s drum, es muss auch Musik fernab des Mainstreams geben und mit besserer Werbung gibt es dann auch mehr Publikum abseits des Stroms. Weiterprobieren!!