Das einzig wahre Interview mit dem OB:

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Was Kissel wirklich gesagt hat!!!

Die Macht der Presse ist beängstigend. Mal lässt sie was weg. Mal interpretiert sie was falsch. Machen wir uns nichts vor: Die Presse ist einfach böse. Auch wir vom WO! sind böse, aber immerhin schreiben wir als einzige die Wahrheit. Vergessen Sie das Interview, das Johannes Götzen von der Wormser Zeitung zum 60. Geburtstag mit Oberbürgermeister Kissel geführt hat. Nur bei uns erfahren Sie, was Kissel wirklich gesagt hat. Und was die WZ einfach weg redigiert hat…

WZ: „Herr Oberbürgermeister, wo befinden Sie sich: auf der Autobahn auf der linken Spur mit Tempo 190 oder doch eher schon auf der rechten Fahrspur und die Zielgerade im Blick?”
KISSEL: „In diesem Beruf ist man immer auf der Überholspur, und das bis zum letzten Amtstag, bis zur letzten Stunde.”
Das hat die WZ einfach weggelassen: Die Frage müssen Sie aber eigentlich meinem Chauffeur stellen, der mich ja überall hin fährt, damit ich mir zwischendurch auch mal ein Gläschen gönnen kann.

WZ: „Dabei sind die Möglichkeiten zur Gestaltung durch die vielen Pflichtaufgaben und die leeren Kassen ja erheblich eingeschränkt.”
KISSEL: „Das macht die Aufgabe in meinen Augen noch reizvoller. Neue Ideen sind da gefragt, neue Kooperationen müssen gesucht und gefunden werden, um eben dennoch ganz gezielt diese Stadt fortentwickeln zu können. Das bleibt eine spannende Aufgabe…”
Das hat die WZ einfach weggelassen: … auch wenn man unsere bisherigen Erfolge an einer Hand abzählen kann. Wir zählen schließlich immer noch zu den meistverschuldeten Städten des Landes. Aber drauf geschissen, wir wissen, wie man in Worms Feste feiert, oder Herr Götzen?

WZ: „War das Scheitern des Gewerbe- und Industrieparks „Am hohen Stein” und die Erkenntnis, dass die Hoffnung auf Kooperationen mit den Nachbargemeinden trügt, der größte Rückschlag in Ihrer Politik? Schließlich haben Sie die Arbeitsmarktpolitik stets auch als beste Sozialpolitik bezeichnet.”
KISSEL: „Das Scheitern dieses Projektes nach zwanzig Jahren Vorbereitung ist für mich die größte Enttäuschung, bis heute bedauere ich dies. Der Stadt ist damit eine ganz wichtige Option für ihre zukünftige Entwicklung genommen worden. Dass dies letztendlich am Artenschutz gescheitert ist, das halte ich in Anbetracht der Konsequenzen für die Stadtentwicklung für fatal.”
Das hat die WZ einfach weggelassen: In solchen Momenten würde ich „Die Grünen“ für ihre Korinthenkackerei am liebsten auf den Mond schießen. Zusammen mit dem blöden Feldhamster, damit der mir nie mehr in die Parade fährt.

WZ: „Ein anderes Reizthema: Hätten Sie zu Beginn der Pläne für das „Haus am Dom“ geglaubt, dass der Streit um den Bau an diesem Standort so heftig und so anhaltend geführt wird?”
KISSEL: „Nein, das habe ich zunächst nicht so eingeschätzt. Ich glaube, dass die Wormser kollektiv dem alten Worms nachtrauern, das im Krieg zerstört worden ist. Daraus resultiert sicher dieses Bewahren-Wollen…()….Das kann sich auch bis hin zu Engstirnigkeit und Verbohrtheit steigern.”
Das hat die WZ einfach weggelassen: Zum Großteil auch bei mir selbst.

WZ: „Auch wenn es ein Projekt der Domgemeinde ist, kann es dem Oberbürgermeister nicht gleichgültig sein, wenn so heftig gestritten wird. Wie kann der Graben zwischen Befürwortern und Gegnern zugeschüttet werden?”
KISSEL: „Die Quantität des Protestes ist noch kein Indiz für die Qualität der Argumente. Es ist auch noch kein Indiz für einen tatsächlichen Unfrieden in der Stadt. Der Protest ist doch deutlich auf eine überschaubare Anzahl von manifestierter Gegnerschaft konzentriert.”
Das hat die WZ einfach weggelassen: …, die sich jeden Sonntag auf die immer gleichen 100 Leute beschränkt. Die anderen 17.000 Unterschriften lassen wir mal außen vor. Zugegeben: Der Kreis der Befürworter ist halt im Endeffekt nur eine Handvoll Personen. Und ich bin stolz, einer von diesen 4-5 Leuten zu sein, die fest hinter der Entscheidung stehen. In solchen Momenten bekomme ich das Gefühl einer unfassbaren innerlichen Genugtuung, weil ich spüre, was es heißt, Macht auszuüben. Aus persönlichen Gesprächen weiß ich, dass es meinen Freunden von der Katholischen Kirche ähnlich geht. Nebenbei bemerkt: Nur echte Machtmenschen können dieses Gefühl aufrichtig spüren.

WZ: „Nur das Hotel am „Wormser“ fehlt noch.”
KISSEL: „Das ist richtig. Wir haben gerade beschlossen, hier noch einmal eine eigene Standort- und Marktanalyse durchzuführen und diese nicht nur auf den Standort direkt am Kulturzentrum zu konzentrieren.”
Das hat die WZ einfach weggelassen: Wie Sie sicherlich noch wissen, aber gewiss niemals nachfragen würden, hab ich vor ein paar Jahren vorzeitig geplappert, dass sich ein Hilton-Hotel am EWR-Parkplatz ansiedeln möchte. Darüber waren die Leute bei Hilton nicht ganz so begeistert und man hat sich gegen den Standort Worms entschieden. Aber ich sag Ihnen was, und das bleibt jetzt wirklich unter uns: Da wir sowieso keine Tagungen nach Worms bekommen, brauchen wir auch kein Hotel. Das wird mit Sicherheit auch die Analyse ergeben. Aber bis die Wormser merken, dass sich das Ding niemals rechnen wird, bin ich schon längst nicht mehr im Amt.

Dem Oberbürgermeister in den Mund gelegt.
QUELLE: Auszüge aus dem Artikel / Interview der Wormser Zeitung vom 15.01.2015 mit dem Titel „Ich bin glücklich über diese Aufgabe“