Der etwas andere Fragebogen

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beantwortet von: Albert Ostermeier

In Worms geboren ist er zwar nicht, aber für die nächsten Monate so etwas wie ein Teilzeitbürger und natürlich gern gesehener Gast in unserer Nibelungenstadt. Genau dieser Nibelungen Umstand führte ihn auch hierher, denn der 1967 geborene Münchner Albert Ostermaier ist der Autor der diesjährigen Festspielinszenierung „Gemetzel“. 1988 veröffentlichte er seinen ersten Lyrikband. Seitdem avancierte er zu einem der gefragtesten deutschen Autoren, schrieb etliche Theaterstücke, eine stattliche Zahl an sonstigen Texten und Gedichten sowie einige Romane. Zuletzt veröffentlichte der politisch sehr interessierte Autor den Roman „Lenz im Libanon“, aus dem er am 18. Juli im „Cafe L“ lesen wird. Die Idee zu diesem Buch kam ihm auf einer gemeinsamen Reise mit Außenminister Frank Walter Steinmeier. Neben seiner Leidenschaft fürs Schreiben, hat er auch eine Leidenschaft für das Fußballspielen. In diesem Zusammenhang ist er Mannschaftsmitglied der Autorennationalmannschaft. Neben seinem Engagement als Autor des neuen Nibelungen Stücks ist Ostermaier auch aktiv in das Rahmenprogramm involviert und betreut den ausgelobten Autorenwettbewerb.

Welche Eigenschaften würden Sie als Ihre positiven bezeichnen?
Fragebogen zu beantworten. Idealismus wider besseres Wissen, Großzügigkeit, keine Angst vor dem Elfmeter.

Welche Fehler können Sie nicht verzeihen?
Mir selbst, dass ich immer alle Fehler verzeihe. Nur Talentverschwendung ist unverzeihlich.

Was inspiriert Sie?
Augenblicke, die Räume zwischen den Zeilen, und das Unterwegssein.

Sie müssen für ein Jahr in eine Berghütte ziehen, Sie dürfen jeweils ein Buch, Film und CD mitnehmen. Für welche würden Sie sich entscheiden?
Ovids „Metamorphosen“, Tarkowskys „Stalker“ und Laurent Garnier: „Public Outburst“

Bitte beenden Sie folgenden Satz: „Schreiben bedeutet für mich….“
Ich und zugleich ein Anderer sein zu können.

Wenn Sie nicht Autor geworden wären, hätten Sie folgenden Beruf ergriffen?
Wenn ich diese Frage beantworten könnte, wäre ich kein Autor geworden.

Wer sind Ihre persönlichen Helden?
Die verletzbar sind durch Liebe und alle die, für die die Würde des Menschen unantastbar ist und sich beim Wort nehmen.

Wie entspannen Sie sich?
Beim Boxen.

Wie sieht Ihr Lieblingsmenü aus?
Schwarze Tintenfischspaghetti, T-Bone Steak, selbst gemachte Pommes. Mousse au chocolat ohne jede Beilage.

Gibt es ein Stück eines anderen Autors, das Sie selbst reizen würde, zu inszenieren?
„Die Bakchen von Euripides“