Ein rauschhafter Abend mit einem Ausnahmequartett

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Denis Gäbel Quartett

10. Januar 2019 | Das Wormser (Oberes Foyer):Es ist sicherlich hilfreich, einen prominenten Bruder zu haben. Wenn dies einhergeht mit ausgesprochenem Talent, dann ist das Fundament für eine große Karriere gelegt. Für Denis Gäbel war sein älterer Bruder Tom Gaebel sicherlich ein Türöffner, aber erst seine Virtuosität auf dem Saxofon macht ihn zum echten Star in der aktuellen Jazzszene.

Mit dementsprechenden Stolz moderierte Blue Nite e.V. Vorsitzender Volker Wengert auch das erste Konzert des Jazzvereins in diesem Jahr an. Entgegen Gäbels üblicher Quartettbesetzung brachte der Musiker zwei namhafte Amerikaner mit, nämlich Clarence Penn (Schlagzeug) und Kevin Hays (Bass), die mit ihm auch das Album „The Good Spirits“ einspielten. Am Piano saß Gäbels langjähriger musikalischer Weggefährte Sebastian Sternal. Während jeder Musiker im ersten Stück des Konzerts sein jeweiliges musikalisches Terrain absteckte und mit entsprechenden Soli direkt von seinen Qualitäten zu überzeugen wussten, entwickelte das Quartett im Laufe des Abends ein geradezu rauschhaftes Zusammenspiel. Getrieben von der Rhythmussektion spielten sich Gäbel und Sternal die Melodielinien zu, ließen aber einander immer wieder ausreichend Raum zum Atmen, sodass die Musik niemals gehetzt oder gar überladen wirkte.

Fazit: Am Ende des Abends dürfte den Zuschauern bewusst gewesen sein, einem ganz besonderen Jazzkonzert beigewohnt zu haben. Der Grundstein für eine erfolgreiche Blue-Nite-Konzertsaison ist gelegt.