Heimspiel!!

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Hundetrainer Holger Schüler mit seinem Programm „Wir verstehen uns“

Autorin: Sandra Kalus

28. Oktober 2013
Mozartsaal in Worms:

Holger Schüler ist der Hundeflüsterer schlechthin und ist für uns Wormser mit seinen beiden Hunden Siska & Falk ein bekanntes Team. Seit Jahren beschäftigt sich Holger Schüler damit, wie der Mensch mit seinem Hund kommunizieren kann und wie es dadurch gelingt, eine feste Einheit zu werden.

Nach seinem Film „Der Hundeversteher“ aus dem Jahr 2007 ging sein Bekanntheitsgrad sprunghaft nach oben, weit über Worms hinaus. Sein Wissen hat er in ein Buch gepackt – „Hundeerziehung mit Holger Schüler“ – und gastierte nun mit seinem Bühnenprogramm „Wir verstehen uns“ auch in seinem Heimatort vor knapp 200 Besuchern im Wormser Mozartsaal. Man spürte sofort, wie sich Holger Schüler freute, in „seinem Städtchen“ vorzutragen, und bezog sein Publikum direkt mit ein, stellte Fragen und schilderte humorvoll eigene Erlebnisse. Es ist eigentlich immer das Gleiche, Hund hört nicht, macht was er will und Mensch weiß nicht weiter. Um diese ganz üblichen Probleme in den Griff zu kriegen, riet Holger Schüler dazu, sechs Punkte zu beachten. Vorab sollte man dem Hund erst einmal seinen Namen verinnerlichen. Witzig hierbei ist, dass sich ca. 80% der Hunde nicht bewusst sind, dass sie überhaupt einen Namen haben. Die vielen Kosenamen und unterschiedlichen Betonungen machen es dem Hund schlicht unmöglich, zu erkennen, wann er angesprochen ist. Wenn das geschafft ist, gilt es nun, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Dazu gibt es zwei Motivatoren: Leckerlis oder Spielzeug. Wie das genau funktioniert, zeigte der Hundeversteher ganz süß am Beispiel seiner eigenen Vierbeiner. Es ist wirklich lustig zuzusehen, wie seine verfressene Hündin Siska für ein Leckerli alles macht und Falk, sein spielwütiger Rüde, für seine Beißwurst durchs Feuer geht. Dem Punkt Aufmerksamkeit folgt der Punkt Konzentration. Gleiches Spiel mit Leckerlis/Beißwurst und auch hier bat Herr Schüler seine Kollegen Siska und Falkauf die Bühne. Weiterhin brauchen unsere Hunde einen sozialen Raum. Da die meisten Hunde zuhause leider Narrenfreiheit besitzen, sollte man ihm dringend Tabuzonen einräumen, z.B. Küche, Bad… und ihm einen festen Patz zuordnen, der „Sendepause“ bedeutet. Unsere Hunde sind hervorragende Beobachter und studieren ihre Menschen und deren Verhaltensweisen ganz genau. Oft sind es die Vierbeiner, die durch ihr Verhalten geschickt gewünschte Reaktionen ihrer Menschen auslösen – und Holger Schüler hatte zum Punkt Aktion/Reaktion herrliche Geschichten auf Lager, die man nur allzu gut aus eigener Erfahrung kennt. Der letzte Punkt und auch der Schwierigste ist – ja leider die Konsequenz

FAZIT: Es ist einfach ganz wichtig, dass man Spaß am Hund hat und der Alltag mit Hund leichter und nicht schwieriger wird. Und Holger Schüler weiß dies mit sehr viel Witz und Charme rüberzubringen.