Kulinarische Genüsse, zufriedene Mitarbeiter und eisigartige Verführungen

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WO! zu Besuch in der Werkstatt für Genuss der Lebenshilfe Worms e.V.

Seit vielen Jahren bereichert die Werkstatt für Genuss der Lebenshilfe Worms e.V. die kulinarische Landschaft von Worms immer wieder mit Leckereien, die in der hauseigenen Großküche zubereitet werden. Grund genug für WO!, der Einladung des Küchenchefs Andreas Heß und seinem Team zu folgen, um einen Blick in die Genusswerkstatt werfen.

30 Jahre lang arbeitete Andreas Heß als Küchenchef in den unterschiedlichsten Restaurants, ehe er sich dazu entschied, einen neuen Weg einzuschlagen. Dieser führte ihn in die Lebenshilfe. Dort fand er neue kreative Energie und ein ganz besonderes Team, das ihm zwischenzeitlich ans Herz gewachsen ist und auf das er ganz besonders stolz ist. Derzeit arbeiten in der Großküche neun Menschen der Lebenshilfe, die von weiteren Mitarbeitern unterstützt werden. Jeder hat eine zugewiesene Position, jedes Rezept, jeder Vorgang ist detailliert niedergeschrieben. Heß erklärt, dass es den Menschen mit unterschiedlicher Behinderung dadurch einfacher fällt, die Aufgaben gewissenhaft auszuführen und zu gewährleisten, dass die rund 1000 Essen, die derzeit zubereitet werden, auch alle von der Geschmacksqualität her stimmen. Eigentlich könne man in der Küche, die im vergangenen Jahr optimiert wurde, täglich 1.200 Essen zubereiten, sagt der Küchenchef und fügt hinzu, dass Corona sich auch auf die Küche der Lebenshilfe niederschlägt. Zu den Kunden gehören u.a. zahlreiche Schulen und Kitas. Aus Hygienegründen werden diese teilweise aktuell nur mit Lunchpaketen beliefert. Wer das Essen aus der Werkstatt für Genuss auf dem heimischen Tisch genießen möchte, kann das über das Programm „Uff de Gass“. Neben einer Monatskarte liefert die Lebenshilfe auch Produkte der eigenen Feinkostlinie. Dazu gehören z.B. die sieben Nudelsorten, die von der Werkstattmitarbeiterin Manuela handgefertigt werden und ein kulinarisches Gedicht sind. Auf den Namen „eisigartig“ hört die jüngste Kreation aus dieser Genusswerkstatt. Das Eis, das in acht Sorten in kleinen Portionsbechern gekauft werden kann, wird ohne industrielle Fertigmischungen, Farbstoffe und gehärtete Fette hergestellt. Kurzum: Es ist der Genuss der Natur, der verführt. Auch unser Redakteur ließ sich bei einer Kostprobe von dem Gaumenschmeichler verführen. Seine Favoriten sind weiße Schokolade sowie Cassis. Als wäre das noch nicht genug, kann man sich das Eis mit diversen weiteren Zutaten veredeln. Damit der Genuss uneingeschränkt bleibt, wacht Ruven, der ebenfalls seit mehreren Jahren in der Großküche arbeitet, mit Argusaugen über die Fertigung. Am besten einfach mal den Hofladen besuchen, probieren und sich verführen lassen.