Plakatwand des Monats

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Stellen sie sich vor, sie sind Betreiber eines Eiscafes und freuen sich auf den Mantelsonntag, an dem eine besonders starke Kundenfrequenz in der Stadt herrscht. Dumm nur, wenn man kurz vorher eine Plakatwand vor Ihrem Haus aufbaut, die Ihr komplettes Geschäft so verdeckt, dass man nur ahnen kann, dass dahinter noch ein Eisgeschäft sein könnte.

Passiert ist das Renato Dressiono, der das „Chalet Dressino“ am Römischen Kaiser betreibt. Plötzlich stand direkt vor seinem Eiscafe eine Plakatwand, die für den in vier Tagen anstehenden Mantelsonntag werben sollte.

Dafür „verantwortlich“ waren die netten Nachbarn, nämlich Joost, Kaufhof und Kaiserpassage. Wobei die Genehmigung für die Plakatwand natürlich von der Stadt zu erfolgen hat. Und die hatte nichts gegen den Standort. Hinzufügen sollte man noch, dass im vergangenen Jahr ebenfalls eine Plakatwand dort gestanden hatte. Halt nur ein paar Meter weiter weg vom Eiscafe. Aber da die Feuerwehr – Fluchtwege und so – etwas dagegen hatte, hat man die Plakatwand einfach direkt vors Dressino gestellt. Der wollte das nicht wahrhaben und sprach bei der Stadt (Dezernat: Kosubek) vor, wo man aber in der Kürze der Zeit („Mantelsonntag ist doch schon übermorgen“) keine Entscheidung erwarten konnte. Dressino war – womöglich sogar zu Recht? – etwas angesäuert, weil er das schon in der Kasse gespürt habe, dass man seinen Laden nicht mehr sehen konnte. Wobei man immerhin, wie auf dem Bild zu erkennen ist, so fair war, wenigstens ein hilfloses Schild mit der Aufschrift „Eis“ frei zu lassen.