Radwege: Notwendigkeit oder einfach nur Luxus?

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Eine Pressemitteilung von Bündnis90/Die Grünen Worms:

Immer mehr Menschen wollen ihre alltäglichen Wege gesund und günstig mit ihrem Rad oder gar neuem eBike zurücklegen, doch noch immer warten sie auf einladende und sichere Radwege in die Stadt.

Wo hängt’s?

Woran liegt es, dass in Worms noch keine Bauarbeiten für zeitgemäße Radwege zu sehen sind, wie sie in Darmstadt, Karlsruhe oder auch im Zellertal längst zu finden sind? Hatte nicht der Stadtrat auf Antrag der Grünen für 2020 erstmals eine Million Euro für Radwege bewilligt? Am Geld dürfte es also ausnahmsweise nicht liegen – oder doch?

1 Million steht bereit

Wie Richard Grünewald, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat erfuhr, grätscht die Aufsichtsbehörde ADD heftig zwischen den breiten Konsens für einen umwelt- und menschenfreundlichen Nahverkehr auf zwei Rädern. Mit ihrer Haushaltsverfügung untersagt die ADD gewissermaßen den Baustart für Radwege mit der steilen These, Radwege seien sozusagen ’nice to have‘ und keine notwendige Infrastruktur für eine klimafreundliche Stadt. Damit behauptet die ADD, es gehöre nicht zur Fürsogepflicht einer Stadt, sich Gedanken über das Klima und somit die Gesundheit in einer Kommune zu machen.

ADD blockiert Gelder

„Angesichts von 25 Millionen für eine KFZ-Südumgehung, die mehr Lärm, Co2 und Verkehr bringt, macht es keinen Sinn, für ein fix und fertig geplantes Verbindungsstück Radweg 600.000 Euro verbieten zu wollen“, vergleicht Grünewald. „Ich werde mich daher sowohl mit dem Stadtkämmerer als auch mit der Landesebene in Verbindung setzen, um eine solchen Schildbürgstreich zu verhindern.“