Stadtsieger steht fest: Bester Vorleser aus Worms ist gefunden
Eine Pressemitteilung der Stadt Worms:

Freuen sich über einen gelungenen Vorlesewettbewerb: (h. l.) Wenke Zeibe (Leiterin der Kinder- und Jugendbücherei), Christian Haslinger (amtierender Präsident Rotary-Club Worms Nibelungen), Marina Held (Journalistin Wormser Zeitung), Lale Mebert (Stadtsiegerin 2025), Ines Dujaka (Thalia Worms), Dr. Walter Ferbert (Ehrenamtlicher Vorlesepate), (v.l.) Raphael Falter (Nelly-Sachs-Integrierte Gesamtschule), Bastian Büttler (Gauß-Gymnasium), Stadtsieger 2026 Benjamin Obenauer (Rudi-Stephan-Gymnasium), Sophie Salenkov (Westend-Realschule-Plus), Lina Gander (Pfrimmtal-Realschule Plus), Nehir Telli (Elenoren-Gymnasium) und Julia Behning (Karmeliter-Realschule-Plus). © Stadt Worms / Stadtbibliothek Worms.
Bücher können Türen öffnen: zu fernen Ländern, zu neuen Gedanken und manchmal auch zu mehr Selbstvertrauen. Wie kraftvoll Lesen sein kann, wurde beim Stadtentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs in Worms eindrucksvoll deutlich.
Schüler aus sieben Wormser Schulen traten am 25. Februar an, um zu zeigen, wer die Geschichten nicht nur lesen, sondern lebendig werden lassen kann. Mit Ausdruck, Mut und großer Begeisterung präsentieren sie ihre ausgewählten Textstellen vor Publikum und Jury – und bewiesen dabei, dass Vorlesen weit mehr ist als Technik: Es ist Gefühl, Interpretation und Persönlichkeit.
Gerade in einer Zeit, in der digitale Medien den Alltag prägen, kommt dem Lesen eine besondere Bedeutung zu. Lesen stärkt Sprachkompetenz, Konzentrationsfähigkeit und Empathie. Es fördert Fantasie, kritisches Denken und eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven. Der Vorlesewettbewerb setzt hier ein wichtiges Zeichen für Bildung, Chancengleichheit und die Freude an Geschichten.
„Lesen ist der Schlüssel zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Wenn Kinder entdecken, dass Bücher ihnen die Welt öffnen kann, gewinnen sie nicht nur Wissen, sondern auch Selbstvertrauen“, betont Wenke Zeibe, Leiterin der Wormser Kinder- und Jugendbücherei. „Der Vorlesewettbewerb zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Begeisterung, Mut und Talent in unseren jungen Leserinnen und Lesern steckt.“
Nach einem vorbereiteten Text stellten die Teilnehmer ihr Können auch mit einem unbekannten Abschnitt aus einem fremden Buch unter Beweis. Diese Herausforderung meisterten sie mit beeindruckender Souveränität. Die Jury – aus Christian Haslinger (amtierender Präsident Rotary-Club Worms Nibelungen), Marina Held (Journalistin Wormser Zeitung), Lale Mebert (Stadtsiegerin 2025), Dr. Walter Ferbert (Ehrenamtlicher Vorlesepate), Ines Dujaka (Thalia Worms) – würdigte die Leistung aller Beteiligten und betonte das hohe Niveau des Wettbewerbs.
Am Ende konnte sich Benjamin Obenauer vom Rudi-Stephan-Gymnasium durchsetzen und wird Worms beim Bezirksentscheid im April vertreten. Doch gewonnen haben an diesem Tage alle Teilnehmer: an Erfahrung und an Selbstvertrauen.
Hintergrund
Beim Regionalentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels lesen die Sieger der Schulentscheide in der Stadtbibliothek Worms um die Wette. Mit circa 600.000 Teilnehmern jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb einer der ältesten und größten Wettbewerbe für Schüler in Deutschland. An den regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich bundesweit über 7.000 Schüler der 6. Klassenstufe. Die über 650 Regionalwettbewerbe organisieren Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und weitere kulturelle Einrichtungen. Alle teilnehmenden Kinder erhalten eine Urkunde sowie das Buch „Rocky Winterfeld“ von Marie Hüttner (Thienemann Verlag). Der Vorlesewettbewerb wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet. Er soll Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit tragen, die Lesekompetenz von Kindern stärken und sie dabei unterstützen, ihren Horizont zu weiten, gesellschaftliche Veränderungen einzuordnen und Offenheit für Neues zu entwickeln. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.




