Kamen Kissimov
Mit einer gut besuchten Vernissage ist am Donnerstagabend, 21. Mai, im Café gleis7 des Caritasverbandes Worms e.V. die Ausstellung „Botschaften des Lebens“ mit Arbeiten des Künstlers Kamen Kissimov eröffnet worden. Gut 30 Gäste kamen zur Vernissage in das Obergeschoss des Hauses in der Renzstraße.
Die Begrüßung und Einführung übernahm Sigrid Spiegel, Kulturkoordinatorin im Café gleis7. Sie stellte den in Bulgarien geborenen Künstler vor, der Anfang der 1990er-Jahre nach Deutschland kam und heute mit seiner Familie in Bodenheim lebt. Kissimov studierte Kunst in Bulgarien und setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit klassischen Techniken der Ölmalerei auseinander. Besonders prägend sind für ihn die alten Meister, die Kunst des Mittelalters und der Renaissance sowie Motive aus der griechischen Mythologie.
„Kamen Kissimov kopiert nicht. Er nutzt sein Wissen, seine erlernte Technik und hinterlässt damit unverkennbar und zugleich ganz neu seine eigene Handschrift“, sagte Sigrid Spiegel in ihrer Laudatio. Gerade darin liege die besondere Qualität seiner Arbeiten: „Mit scheinbar Altem erzählt er Neues.“
Unter dem Titel „Botschaften des Lebens“ zeigt Kissimov Werke, die bewusst ohne Titel auskommen. Sie geben keine feste Deutung vor, sondern lassen den Betrachtenden Raum für eigene Wahrnehmungen. Seine Bilder verbinden klassische Maltechnik mit gegenwärtigen Eindrücken, Zufälligem und Alltäglichem. So entstehen Arbeiten, die Geschichten andeuten, ohne sie vollständig auszuerzählen.
Auch die Vorbereitung der Ausstellung war von besonderer Dynamik geprägt: Ein Teil der ursprünglich vorgesehenen Bilder war nach einer Einzelausstellung in Polen noch unterwegs. Kissimov überarbeitete deshalb kurzfristig die Konzeption und ergänzte neue Arbeiten. „Ein Profi wäre nicht ein Profi, wenn er solchen Herausforderungen nicht gewachsen wäre“, sagte Spiegel. Eine der jüngsten Arbeiten sei bei der Hängung wenige Tage vor der Eröffnung noch nicht vollständig durchgetrocknet gewesen.
Schon am Eröffnungsabend nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Künstler. Die Ausstellung stieß auf großes Interesse und wurde von vielen Gästen als außergewöhnlicher Beitrag zum Kulturprogramm im gleis7 wahrgenommen.
Eine besondere Gelegenheit zum Besuch bietet die Wormser Kulturnacht am Samstag, 13. Juni. Das Café gleis7 beteiligt sich von 16 bis 19 Uhr mit Musik im Untergeschoss sowie mit zwei Führungen durch die Ausstellung. Dabei steht Kamen Kissimov selbst für Fragen zur Verfügung und gibt Einblicke in seine Arbeitsweise und die Hintergründe seiner Werke.
Die Ausstellung
Die Ausstellung „Botschaften des Lebens“ von Kamen Kissimov ist bis 26. Juli im Obergeschoss über dem Café gleis7 in Worms (Renzstraße 3) zu sehen. Sie ist von Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr (Eintritt frei), sowie im Rahmen der Wormser Kulturnacht (Samstag, 13. Juni 2026, ab 16 Uhr) zu sehen. Weitere Informationen gibt es unter www.gleis7-worms.de.


