A Night Full of Folk, Country and of course Western

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Mit: Tom Bola, Wild Horses, Tahoka Flyers, The Gloomy Brothers and Sister Ric

26. Oktober 2013
Die Funzel in Worms:

Dass das Konzertprogramm in der Funzel weit abseits vom allabendlichen Mainstream ist, muss man wohl keinem mehr erzählen. Auch am 26. Oktober war es mal wieder soweit und alles, was in der Wormser Blues und Country-Szene Rang und Namen hat, fand sich auf der Bühne, unter dem Fahrrad an der Decke, ein.

Den Anfang in der Funzel übernahm TOM BOLA, der sich für diesen Auftritt mit einer jungen Musikerin namens JENNY zusammentat. Gemeinsam präsentierten sie mit ihren zwei Gitarren ein breites Programm, von Bob Dylan über Neil Young bis hin zum Klassiker „Leaving on a Jet Plaine“. Zu ihrem großen Finale kamen dann auch noch Robert Maaß am Kontrabass und der Funzelchef höchstpersönlich, Willi Rohr an der Gitarre, auf die Bühne, um nochmal „You ain‘t goin nowhere“ von Bob Dylan anzustimmen. Ein perfekter Einstieg in den Abend also. Als nächstes betraten die WILD HORSES um Bernhard May die Bühne. Mit einer soliden Mischung aus Folk und Bluegrass ließen Jürgen Müller (Drums), Robert Maaß (Steh-Bass), Thomas Uhrig (Gitarre) und der Bernhard selbst (Gitarre + Gesang) so manches Cowboyherz höherschlagen. Zwar kam dem ein oder anderen das Repertoire von verschiedenen Gigs in der Funzel bereits bekannt vor, aber „Stairway to Heaven“ hört man schließlich auch mehr als einmal. Danach kam es zu einem echten Highlight auf der kleinen Bühne der Funzel. Rolf Bachmann, der schon seit Jahren keinen Auftritt mehr in der Funzel absolviert hatte, setzte zu einem kleinen Comeback an mit seiner neu formierten Band TAHOKA FLYERS. Zusammen mit seinen Musikerkollegen Paul Klingler (Drums) und Robert Maaß (Schon-Wieder-Steh-Bass) zeigte er gleich, wo der Hammer hängt und sorgte von Anfang an für eine ausgelassene Stimmung im Publikum. Beachtenswert vor allem seine Neuinterpretation von „Ghostriders in the sky“, in das er einfach „You sexy motherfucker“ oder das Bonanza-Thema mit hinein zwirbelte. Der Mann kann einfach Gitarre spielen. Als letzte Band des Abends sorgten THE GLOOMY BROTHERS AND SISTER RIC für einen würdigen Abschluss. Die Band, bestehend aus Tom Dreher (Gitarre + Gesang), Ricarda Martin-Dreher (Hackbrett + Gesang), Patrick Elliott (Banjo/Mandoline/Kazoo + Gesang) und Robert Maaß (Immer-Wieder-Dieser-Steh-Bass), stellte extra ihr Programm um und präsentierte eine gekonnte Auswahl aus „Hippie-Music“ und Blues angehauchten Stücken.

FAZIT: Insgesamt mal wieder ein glorreicher Abend in der Funzel, dank eines gelungenen Festivals mit Musik aus dem Westen der USA…