Eine Pressemitteilung von MdL Jens Guth:

Einen Bevölkerungsrekord in seiner 75-jährigen Geschichte hat Rheinland-Pfalz 2021 aufgestellt – und auch Worms wächst. Wer eine Immobilie sucht, bekommt das zu spüren. Erschwerend kommen in die Höhe schießende Baukosten, steigende Kreditzinsen und weitgehend wegfallende KfW-Kredite für energetisch effiziente Gebäude hinzu. Bezahlbares Bauen für bezahlbaren Wohnraum scheint zunehmend in weite Ferne zu rücken.

„Wohnraum treibt die Menschen um“, bekannte Dr. Stephan Weinberg, Staatssekretär des Ministeriums der Finanzen bei einem Austausch mit Architekten und Baulandentwicklern im Wormser Rathaus. Der Landesregierung sei es wichtig, durch Förderprogramme allen Menschen im Land Zugang zu bezahlbarem Wohnraum zu ermöglichen. Dabei werde sowohl selbst genutzter Wohnraum als auch Mietwohnraum gefördert.

Umgesetzt werden die Förderprogramme von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Deren Vertreter, Vorstand Dr. Ulrich Link, stellte die Förderprogramme ‚en détail‘ vor. „Als Investitionsanreiz während der Dauer des niedrigen Marktzinsniveaus sind Tilgungszuschüsse eingeführt worden“. Dank ihnen muss ein Förderdarlehen nur Großteils statt in Gänze zurückgezahlt werden, was die Konditionen sehr attraktiv macht.

„Für Worms ist die sogenannte Fördermietenstufe angehoben worden, wodurch es noch attraktiver wird“, so Dr. Link weiter, „vor Ort in den sozialen Wohnungsbau zu investieren“. Dies ermögliche Mieten von 6,40 Euro pro Quadratmeter. Über Zusatzdarlehen könnte auch barrierefreier sowie energetisch effizienter Wohnraum im sozialen Wohnungsbau unterstützt werden.

Und über das erst vor rund einem Jahr eingeführte Darlehen „Wohneigentum Universell“ könne man alle Haushalte in Rheinland-Pfalz bei Erwerb, Neubau oder Modernisierung selbst genutzter Wohnimmobilien unterstützen. „Einkommensgrenzen und Wohnflächenobergrenzen spielen keine Rolle“, erläuterte Dr. Link. Abschließend empfahl er allen Interessierten, sich an die ISB zu wenden.

„Schön, dass sozialer Wohnungsbau nicht nur Geschossbau sein muss“, befand Stadtentwicklungsdezernent und Gastgeber Tim Horst, „sondern zum Beispiel auch der Erwerb eines Reihenhauses gefördert werden kann“.

Dass bei einem ISB-Darlehen zugunsten von sozial geförderten Mietwohnungen oder Wohngemeinschaften bis zum zehnten Jahr keine Zinsen und je nach Dauer der Mietpreisbindung ein Tilgungszuschuss von bis zu 35 Prozent gewährt wird, lobte Jens Guth. Positiv erachtete er auch die mit rund 58 Prozent hohe Eigentumsquote in Rheinland-Pfalz; nur im Saarland gibt es mehr „eigene vier Wände“.

 

„Die Darlehen können auch von privaten Bauträgern beantragt werden“, informiert Jens Guth abschließend, der das Treffen mit dem Staatssekretär organisiert hat.

 

Bildunterschrift:

Vor dem Wormser Ratssaal und dem Gespräch mit Architekten und Baulandentwicklern: Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg (2.v.r.) und ISB-Vorstand Dr. Ulrich Link (2.v.l.) und Mitarbeiterinnen sowie Gastgeber Timo Horst und SPD-Landtagsabgeordneter Jens Guth. Foto: Wahlkreisbüro Jens Guth