Herausforderung Bildungszentrum
Erste Schritte Richtung Spatenstich

Wer baut, der weiß, dass man in Deutschland einen langen Atem braucht. Noch länger, wenn der Bau durch die öffentliche Hand geplant und durchgeführt wird. Im Falle des in die Jahre gekommenen Bildungszentrums ist Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst allerdings optimistisch, noch vor Ende seiner Amtszeit als Dezernent den Spatenstich setzen zu können.
Also vor dem 1. November 2029, wie TIMO HORST bei einem Rundgang Mitte Januar über das Gelände des Gebäudekomplexes wissen ließ. Anlass für den Rundgang war ein Besuch des rheinlandpfälzischen Bildungsministers SVEN TEUBER (SPD), der sich über die aktuelle Situation der vier Schulen nebst Kita informieren wollte. Zugleich stellte sich auch die Frage nach der Zukunft des rund 50 Jahre alten Schulkomplexes, denn die Räume sind durchaus in die Jahre gekommen. Den Fluren haftet die Patina vergangener Jahrzehnte an und an so mancher Stelle hakt es mit der Technik, sodass auch mal ein freier Blick auf das Innenleben einer normalerweise sterilen Schulwand erlaubt ist. DIRK MÜLLER, Rektor der Karl-Hoffmann-Schule, verwies zudem auf beschädigte Jalousien auf der Südseite der Schule. Die Folgen sind, dass sich die Räume von Mai bis September erhitzen und den Unterricht erschweren. Da nutzt auch die eingebaute Wanddämmung nichts. Doch wie geht es weiter?
Bereits seit vielen Jahren werden verschiedene Pläne im Kontext mit dem „BIZ“ diskutiert. Ihren Anfang nahmen die Gedankenspiele bereits in der Ära Michael Kissel, doch so richtig Fahrt nahm das Projekt erst mit Beginn der sogenannten Leistungsphase 0 im Jahre 2023 auf. Diesen nicht gesetzlich verankerten Prozess bezeichnet man auch als strategische Vorbereitungsphase vor der eigentlichen Bauplanung. Dabei werden Raumkonzepte und Bedürfnisse ermittelt, um eine sichere Grundlage für die spätere Planung zu bekommen. Mit Plänen ausgestattet, erläuterten MÜLLER und HORST die Vorgehensweise.
Wichtig war und ist es der Stadt, die Schulen als Nutzer von Anfang an einzubinden. Das Ergebnis, so der Lehrer und der Dezernent, vereine nun planerisch Machbares mit pädagogisch Sinnvollem. Wie HORST informierte, sei man nun am Ende dieser Phase angelangt. Unklar ist allerdings im Moment noch, ob man den Komplex saniert oder gleich abreist, um dann auf der frisch gerodeten Freifläche entlang der Pfrimm einen Neubau zu errichten. Gemessen daran, dass HORSTS Amtszeit am 31.10.2029 endet, ist dessen Ziel, den Spatenstich bis dahin zu setzen, ein durchaus ambitioniertes.
Text: Dennis Dirigo, Fotos: Andreas Stumpf




Dennis Dirigo




