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Ilse-Lang-Schule feiert ersten Geburtstag

Eigentlich gibt es die Schule schon viel länger. Unter dem zweckdienlichen Namen „Berufsbildende Schule III Wirtschaft“ wurde sie von ihren Schülern viele Jahrzehnte auch liebevoll „LilaPauseBau“ alias „Milka“ genannt, ehe im vergangenen Jahr der Schule eine ungewöhnliche Ehre zuteilwurde. Am 28. März 2025 wurde sie feierlich nach der Wormser Unternehmerin (Renolit), Mäzenin und Ehrenbürgerin Ilse Lang benannt.

Exakt ein Jahr später feierte man diesen Tag unter dem Motto „Mut, Motivation und Gemeinschaft“, was zugleich auch der Leitgedanke der Schule ist, wie Studiendirektor Thorsten Weber im Gespräch unterstrich. Bereits der Eingangsbereich verriet, dass dies nicht einfach ein ganz gewöhnlicher Schultag war. Links und rechts des Flures lockten von den Schülern zubereitete Köstlichkeiten und alkoholfreie Getränke. Statt Unterricht gab es Workshops. Hauptgast war natürlich die Namensgeberin selbst, die sich in einem Interview den Fragen der Schüler stellte.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand natürlich der Leitgedanke. So erzählte die mittlerweile 87jährige Lang davon, wie sie über das Kampfsporttraining eigene Grenzen erforschte und es ihr gelang, diese Erkenntnisse aufs Leben zu übertragen. Ganz in diesem Sinne erklärte sie: „Macht euch geistig stark, aber auch körperlich. Lernt, euch selbst zu vertrauen und zu verteidigen, denn Selbstverteidigung ist ein wesentlicher Punkt, der Selbstvertrauen schenkt.“

Die Kunst der Selbstverteidigung konnten Schüler, aber auch Kommunalpolitiker wie Timo Horst, in dem Workshop „Gewaltprävention“ kennenlernen. Horst musste dann auch gleich mal als Proband ran, als Thomas Köcher, Kampfsportlehr und zertifizierter Trainer in Gewaltprävention sowie ehemaliger Schüler dieser Schule, unter den neugierigen Blicken der Schüler demonstrierte, wie einfach es ist, mit dem richtigen Wissen und dem notwendigen Selbstbewusstsein einen Angreifer abzuwehren.

So kämpferisch ging es aber nicht in allen Klassensälen zu. In anderen Workshops lernte man beispielsweise die Kunst der Achtsamkeit, während ein bunter Mix an Mut und Mitmachspielen für unterhaltsame Gemeinschaftserlebnisse sorgte. Wie Weber erklärte, soll der Tag kein einmaliges Projekt sein, sondern auch in den Folgejahren den Schülern ein besonderes Erlebnis bieten.

Text: Dennis Dirigo Foto: Andreas Stumpf